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Home Sonderthemen Rund ums Auto Zeit für Winterreifen
10:55 08.10.2018
Der Reifenwechsel beim Kfz-Fachmann gibt die Sicherheit, dass die Winterreifen in Ordnung sind und noch genügend Restprofil haben. Fotos (2): djd/Kfzgewerbe

Spekulatius und Dominosteine im Supermarkt weisen unmissverständlich darauf hin: Der nächste Winter steht in den Startlöchern, und es wird Zeit, auch das Auto darauf vorzubereiten. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Anlegen der „Winterschuhe“ – die Winterreifen müssen montiert werden. Es lohnt sich, damit nicht bis zum ersten Frosteinbruch zu warten. Denn dann gibt es oft längere Wartezeiten bei den Kfz-Werkstätten, und es sind nicht immer alle gewünschten Reifenmodelle verfügbar. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe gibt Tipps, was jetzt wichtig ist.

1. Wann umrüsten?

Die Faustregel „O bis O“ – von Oktober bis Ostern – gibt gute Orientierung, auch wenn der Oktober noch milde Tage bringt und es auch nach Ostern noch schneien kann. Dann ist man auf Sommerreifen unsicher und regelwidrig unterwegs. Auch regionale Unterschiede gilt es zu beachten – in Alpennähe sind die Winter länger als in der Oberrheinischen Tiefebene. Wichtig zu wissen: Winterreifen spielen ihre Vorteile schon unter 10 Grad Celsius aus. Das sollte jeder Autofahrer bedenken, der sicher unterwegs sein will.

2. Taugen die alten noch?

Wer die Reifen zu Hause aufbewahrt, sollte Profil, Alter und Zustand rechtzeitig prüfen lassen. Beschädigte Flanken oder Laufflächen und einseitig abgefahrene Profile sollten ausgemustert werden. Das gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofil von 1,6 Millimeter reicht nach Expertenmeinung nicht aus – mindestens 4 Millimeter sollten es bei Winterreifen sein, in Österreich sind sie sogar vorgeschrieben. Und nach zehn Jahren haben die Reifen ihre beste Zeit hinter sich – das Alter zeigen die letzten vier Ziffern der DOT-Nummern auf der Reifenflanke, zum Beispiel 1808: die ersten beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche 18, die letzten beiden für das Produktionsjahr 2008. 

Für Winterreifen werden mindestens vier Millimeter Restprofil empfohlen.
Für Winterreifen werden mindestens vier Millimeter Restprofil empfohlen.

3. Selbst wechseln oder montieren lassen?

Den Reifenwechsel in der Fachwerkstatt gibt es für kleines Geld – diese Ausgabe lohnt sich. Vor jedem Wechsel sollten die Räder ausgewuchtet werden, um einseitigen Profilabrieb oder schlechten Fahrkomfort zu verhindern. Fahrzeuge mit elektronischen Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) stellt der Fachmann nach dem Reifenwechsel neu ein. Bei Runflat- oder Ultra-High-Performance-Reifen sollte man sowieso nur den Fachmann beauftragen, da Montagefehler gefährliche Folgen haben können. Ein weiterer Vorteil der Fachwerkstatt: Sie kontrolliert den Reifenzustand und kann auch kleinere Mängel feststellen, die dem Laien vielleicht entgehen. (djd)

Ganzjahresreifen: keine echte Alternative

Besonders Wenigfahrer scheuen sich, zweimal im Jahr die Reifen wechseln zu lassen. Nach Ansicht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sind Ganzjahresreifen aber keine echte Alternative zu den Spezialisten, sondern nur ein Kompromiss. Im Vergleich zu Sommerreifen weisen sie aufgrund einer weicheren Gummimischung bei Wärme einen höheren Abrieb und einen längeren Bremsweg auf. Und bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ihre Traktion schlechter als bei Winterreifen. Obwohl die Kosten für die Umrüstung entfallen, ist das Sparpotenzial begrenzt, denn Ganzjahresreifen können einen höheren Kraftstoffverbrauch verursachen und verschleißen schneller. (djd)

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