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09:11 26.03.2018
Mindestens drei Millimeter Profil sollten Sommerreifen haben. ProMotor/Timo Volz

Noch schlummern die Sommerreifen trocken, kühl und schattig im Winterquartier. Noch können Schnee und Eis die Straßen gefährlich glatt machen. Zeit also, die Sommerware für den baldigen Einsatz zu inspizieren: Haben sie ausreichend Profil? Sind sie schadhaft? Wie alt sind sie?

„Gibt es auch nur ein negatives Häkchen im Fragekatalog, sollte jetzt die Suche nach neuen Reifen starten“, sagt Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Mit dieser Checkliste schaffen Autofahrer Sicherheit.

Profil messen. 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben, 3 Millimeter sollten es aber sein. Das garantiert weniger Aquaplaning, kürzere Bremswege und mehr Fahrkomfort. Für die Messung genügt eine 1-Euro-Münze. Verschwindet der goldene Rand, hat der Reifen noch ausreichend Profil.

Schäden ausschließen. Risse, Schnitte, Beulen, Schrammen – all das kann den Reifen-Tod herbeiführen und ist lebensgefährlich! Sicherheit bringen dann nur neue Sommerreifen.

Alter checken. Immer wieder ein Stammtisch-Thema: Wie lange greifen Reifen sicher? Nach zehn Jahren härten die Pneus aus und werden porös. Das Alter lässt sich ganz einfach mit der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ermitteln. Die Lesehilfe: DOT 2311 – der Reifen wurde in der 23. Kalenderwoche 2011 produziert. Selbst neue Reifen haben ein Verfallsdatum. Älter als drei Jahre sollten sie nach Untersuchungen des ADAC beim Kauf nicht sein, da sich die technischen Eigenschaften mit der Zeit verändern können.

Termin für den Wechsel wählen. Sommerreifen sollten von O (Ostern) bis O (Oktober) rollen. So jedenfalls lautet die allgemeine Regel. Der ZDK empfiehlt den Wechsel, wenn die Straßen eis- und schneefrei sind und die Temperaturen über längere Zeit bei über 7 Grad Celsius liegen. Nur so spielen die Sommerreifen ihre Stärken aus, verhärten nicht und behalten ihre Bodenhaftung.

Reifen kaufen. Schadhafte oder alte Reifen müssen ausgetauscht werden, klar. Doch welche sind die erste Wahl? Orientierung geben Testberichte von Automobilklubs und -zeitschriften sowie das EU-Reifenlabel. Das gibt Auskunft, wie gut die Pneus bei Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand), Nasshaftung und externem Rollgeräusch abschneiden. Die Reifengröße steht auf der Flanke: Breite, Höhe, Zoll, Last- und Geschwindigkeitsindex.

Werkstatt beauftragen. Reifen sind heutzutage Hightech-Produkte, eng auch elektronisch verzahnt mit dem Auto. Weil den Besitzern Werkzeug und Know-how fehlen, ist der Wechsel Profi-Sache. Sie lernen solche mit Reifendruckkontrollsystemen wieder an und wuchten die Pneus bei Bedarf aus.

Luftdruck messen. Das hat Zeit bis nach der Montage, sollte dann allerdings regelmäßig alle zwei bis vier Wochen an möglichst kalten Reifen geschehen – selbstverständlich auch am Reserverad. Schon ein zu niedriger Fülldruck um 0,5 bar birgt Fahrrisiken: kürzerer Bremsweg, weniger Fahrkomfort und Spurtreue in Kurven. Die korrekten Größen stehen in der Bedienungsanleitung, auf dem Tankdeckel oder am Türholmen.

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