Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
18°/11°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Home Sonderthemen Sonstiges Wenn die Mutter zum Pflegefall wird
15:06 12.11.2019
Wenn der Alltag zu Hause zu beschwerlich wird, kann ein Platz im Heim Entlastung bringen – auch für Angehörige. FOTO: MASCHA BRICHTA/DPA

Von Julia Rathcke 

Ein Pflegefall in der Familie tritt meist plötzlich ein. In der akuten, belastenden Situation muss vieles entschieden werden, und es stellen sich wichtige Fragen: Braucht meine Mutter oder mein Vater jetzt eine Pflegekraft? Sollte er oder sie besser ins Pflegeheim? Was ist finanziell und auch individuell das Beste? So können Sie vorgehen:

Beratung einholen: Ziehen Sie Hausärzte, Fachärzte und andere Angehörige ins Vertrauen. Krankenkassen sind verpflichtet, eine kostenlose Pflegeberatung anzubieten. Nutzen Sie dieses Angebot. Nehmen Sie auch Kontakt auf zu örtlichen Pflegestützpunkten oder bei einem Krankenhausaufenthalt zum Krankenhaussozialdienst. Dieser Dienst soll in erster Linie dafür sorgen, dass ein möglichst reibungsloser Übergang von der Versorgung im Krankenhaus in die Weiterversorgung gewährleistet wird. Auch die Unabhängige Patientenberatung (UPD) kann Sie telefonisch beraten, gebührenfrei unter der Rufnummer (08 00) 0 11 77 22. Das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit informiert zudem über alle Belange zur Kranken- und Pflegekasse.


689 Euro für die Inanspruchnahe von Diensten übernimmt die Pflegeversicherung bei Bedürftigen mit dem Pflegegrad 2.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit


Anträge stellen: Wer die Pflege eines Angehörigen selbst übernehmen will, sollte sich der physischen und psychischen Belastung bewusst sein. Eine Pflegezeit beim Arbeitgeber sowie Unterstützungsgelder können beantragt werden. Pflegekassen bieten für Angehörige außerdem kostenlose Schulungen an. Zu Pflenächst aber muss ein Antrag auf Pflegeeinstufung bei der Pflegekasse gestellt werden. Eine persönliche Begutachtung erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Bereiten Sie das Gutachten am besten selbst vor und nach. Einsprüche sind innerhalb einer Frist möglich.

Angebote prüfen: Bei der Auswahl des Pflegedienstes oder des Pflegeheimes zählt vor allem der persönliche Eindruck. Ambulante Dienste werden außerdem jährlich vom MDK geprüft, die Berichte sind einsehbar. Für die Heimsuche gibt es Checklisten, auch Probewohnen kann sinnvoll ein.


Der Beratung in Handyshops attestieren Verbraucherschützer zum Teil gravierende Nachteile. Häufig würden Kunden ungünstige Tarife untergeschoben. FOTO: PIXABAY
Der Beratung in Handyshops attestieren Verbraucherschützer zum Teil gravierende Nachteile. Häufig würden Kunden ungünstige Tarife untergeschoben. FOTO: PIXABAY

Von Benedikt Frank 

Handytarife werden günstiger und günstiger. Dabei übertreffen sich die Anbieter unter anderem mit dem Inklusivdatenvolumen. Also nichts wie wechseln? Ein Ja ist hierbei allerdings immer mit einem Aber verbunden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, passen die Provider die Preise für ihre Handytarife ebenso an wie die einzelnen Tarifbestandteile und Zusatzoptionen. Bei Laufzeitverträgen ist der Tarif nach zwei Jahren dann meist schon wieder veraltet. Durch einen Wechsel können Kunden daher oft Geld sparen oder mehr Leistung erhalten, erklärt Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Auch Mängel wie ein schlechter Kundenservice, eine fehlende Freischaltung für LTE-Netze oder ein zu unflexibles Tarifmodell ließen sich durch einen Wechsel heilen.

Aber: „Oft reicht schon ein Tarifwechsel beim alten Anbieter aus“, meint Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Um ein gutes Angebot zu erhalten, müsse man jedoch oft zunächst einmal kündigen. Wichtig sei dabei, die Kündigungsfrist zu beachten, rechtzeitig schriftlich zu kündigen sowie die Bestätigung gut zu dokumentieren und aufzubewahren, so die Expertin. Auch die Laufzeit sollte man im Auge behalten, rät Alexander Kuch: „Viele Verträge enthalten eine Klausel zur automatischen Vertragsverlängerung. Wenn der Kunde seinen Vertrag nicht bis drei Monate vor dem eigentlichen Ende der Laufzeit kündigt, verlängert sich diese um bis zu zwölf Monate“, erklärt der Experte.

Hilfreich ist ein Blick auf die letzte Rechnung, erklärt Kuch. Dort seien sowohl die Kündigungsfrist als auch der letztmögliche Tag der Kündigung aufgeführt. Grundsätzlich sollte man den alten Vertrag selbst kündigen. Wenn die Zeit knapp wird und man keine Bestätigung vom Anbieter mehr abwarten kann, sei ein Einschreiben mit Rückschein sinnvoll.

Wer einen neuen Tarif sucht, sollte erst einmal seinen persönlichen Bedarf ermitteln, rät Verbraucherschützerin Körber. Dabei gehe es um die Frage, wie viel der Nutzer in welche Netze telefoniert und wie seine mobile Internet-Nutzung abseits von WLAN-Netzen aussieht.

Bei Angeboten sollten Verbraucher genau prüfen, ob die Grundgebühr auch über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Denn es gebe viele Lockangebote, bei denen die vermeintlich günstige Grundgebühr nur einige wenige Monate lang gilt, und danach deutlich teurer wird. In jedem Fall empfiehlt sich ein Vertragsabschluss übers Internet. Denn bei einer Beratung im Shop besteht kein Widerrufsrecht.
  

2
/
2
Datenschutz