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Home Sonderthemen Sonstiges Wenn Angst den Alltag dominiert
05:02 18.11.2019
Augen zu und durch? Opfer von Verbrechen sollten externe Hilfe beanspruchen. UNSPLASH/BEN WHITE

Von David Sander 

Einbrüche können für Betroffene auch gesundheitliche Folgen haben. Sie sind sogar oft verheerender als substanzielle Schäden. „Es bleibt irgendetwas an der Wohnung haften. Das Eindringen in das eigene Zuhause nimmt den Opfern das Sicherheitsgefühl“, sagt Kriminologin Gina Wollinger. Die Expertin forschte mehr als sechs Jahre lang am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) zum Thema Wohnungseinbruch.

Im Rahmen einer Studie des KFN wurden 2014 etwa 1330 von Einbruch betroffene Personen zu ihrem Befinden und dem Umgang mit der Tat befragt. „Die Hälfte der Befragten fühlte sich aufgrund der Tat in ihrem bisherigen Zuhause nicht mehr sicher. 10 Prozent sind danach sogar umgezogen“, so Wollinger.


10 Prozent der Befragten einer Studie über das Befinden von Opfern eines Einbruchs gaben an, nach der Tat umgezogen zu sein, weil sie sich in ihrem alten Zuhause unsicher fühlten.


Die psychischen Auswirkungen nach einem Einbruch in die eigenen vier Wände können den Lebensalltag stark beeinflussen. Ein allgemeines Unsicherheitsgefühl, Angstzustände oder Schlafstörungen sorgen für Stress und Anspannung bei den Opfern. „Das Gefühl der Machtlosigkeit plagt die Betroffenen. Sie konnten die Tat nicht verhindern“, sagt Kriminologin Wollinger. Darum ändert sich oft das Sicherheitsverhalten: „Habe ich alle Fenster geschlossen? Habe ich die Tür wirklich abgeschlossen, wenn ich gehe? Darauf achten die Opfer vermehrt.“

Bedenklich wird es, wenn etwa Angstzustände über einen längeren Zeitraum hinweg anhalten. „Wenn sich über Monate hinweg gar kein Sicherheitswohlgefühl mehr einstellt, die Betroffenen Ausgänge meiden, hat die Straftat zu viel Macht über das eigene Leben gewonnen“, sagt Wollinger. Zur Bewältigung sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, rät sie.

Unabhängige Anlaufstellen sind beispielsweise die Hilfsorganisation Weißer Ring, das PTBS Forum für Betroffene mit posttraumatischer Belastungsstörung sowie der Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland (Ado) mit Vertretern in mehreren Bundesländern.


Zähne gut, alles gut? Nicht, wenn die Behandlung teuer wird und der Patient zuzahlen muss. Eine Zahnzusatzversicherung kann Kosten auffangen – wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wurde. FOTO: PICTURE ALLIANCE/DPA
Zähne gut, alles gut? Nicht, wenn die Behandlung teuer wird und der Patient zuzahlen muss. Eine Zahnzusatzversicherung kann Kosten auffangen – wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wurde. FOTO: PICTURE ALLIANCE/DPA

Von Tobias Hanraths

Versicherungen schützen vor hohen Zuzahlungen zur Zahnarztbehandlung – allerdings nur dann, wenn der Kunde den Vertrag rechtzeitig unterschrieben hat.

Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließen will, hat die Auswahl zwischen zahlreichen guten und sehr guten Angeboten. Das hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von 234 Tarifen herausgefunden, wie die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 5/2019) berichtete. Doch die Tester machen auch auf die großen Unterschiede zwischen einzelnen Zahnzusatzversicherungen aufmerksam: Für ein rund 3900 Euro teures Implantat zahlen manche Versicherer nur etwa 200 Euro, andere tragen sämtliche Kosten, die die gesetzliche Kasse nicht übernimmt. Auch bei den Preisen unterscheiden sich die Zusatzpolicen: Die Monatsbeiträge reichen von knapp 5 bis über 60 Euro. In jedem Fall rät Stiftung Warentest dazu, Policen möglichst frühzeitig abzuschließen – solange die Zähne noch gesund sind.

Der Grund: Um vollen Anspruch auf alle vertraglichen Leistungen zu haben, müssen Kunden meist einige Jahre lang Beiträge bezahlen – in der Regel drei bis fünf. Außerdem zahlen fast alle Versicherungen nicht für Behandlungen, die zum Zeitpunkt der Unterschrift schon laufen. Und eine Behandlung läuft nicht erst dann, wenn zum Beispiel eine Operation beginnt. Stattdessen beginne sie nach Ansicht der Versicherer oft schon in dem Moment, in dem der Arzt den Patienten das erste Mal auf ein Problem hinweist, erläutern die Warentester.

Aus dem gleichen Grund lohnt es sich nur selten, den Tarif zu wechseln. Denn dann drohen erneut Wartezeiten – und es gibt wieder kein Geld für bereits laufende Behandlungen. Böse Überraschungen durch steigende Beiträge gibt es bei Zahnzusatzversicherungen aber ohnehin kaum, so die Stiftung. Allerdings steigen bei den meisten Tarifen mit zunehmendem Alter auch die monatlichen Kosten.

Von den 234 getesteten Tarifen bekamen fast zwei Drittel die Warentest-Noten gut oder sehr gut. Die Bestnote 0,5 gab es für vier Tarife von den Versicherern Bayerische (Zahn Prestige), DFV (DFV-Zahnschutz Exklusiv 100), Hanse Merkur (EZL) und Ottonova (Zahn 100). Ein beispielsweise 43-jähriger Patient zahlt bei diesen Anbietern 40 bis 42 Euro pro Monat, bis zum Alter von 73 Jahren steigen die Kosten auf 65 bis 70 Euro.

Deutlich günstiger fährt, wer im Zweifelsfall auf teure Extras für die Zähne verzichtet und mit der Regelversorgung zufrieden ist. Für diese Standardversorgung reicht ein Basisschutz, den es schon für 3 Euro im Monat gibt.
  

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