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Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

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11:26 30.12.2020

dieses Jahr hat uns alle vor große Herausforderungen und Entbehrungen gestellt. Viele Menschen waren und sind von Kurzarbeit betroffen, Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitssystems wiederum arbeiten seit Monaten an der Belastungsgrenze und darüber hinaus. Gaststätten und Geschäfte sind erneut geschlossen, Urlaubsreisen abgesagt. Treffen mit Familie und Freunden waren und sind zum Teil kaum oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Leider ist die Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgeht, noch nicht gebannt. Das zeigen die Fallzahlen, die sich nach wie vor auf einem konstant hohen Niveau bewegen. Daher ist es notwendig, erneut in einen verschärften Lockdown zu gehen. Aus diesem Grund wird auch das Weihnachtsfest in diesem Jahr ein anderes sein, als wir es gewohnt sind. Weihnachtsmärkte und traditionsreiche Advents- und Weihnachtsveranstaltungen können nicht stattfinden, Familientreffen sind nur sehr eingeschränkt möglich.

In dieser für uns alle schwierigen Zeit sind Solidarität, Zuneigung und gegenseitige Wertschätzung besonders wichtig. Durch die modernen Kommunikationswege können wir unseren Lieben trotz räumlicher Distanz nahe sein. Doch nicht allen Mitmenschen stehen diese digitalen Wege offen. Hier denke ich vor allem an ältere Menschen oder Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen. Sie benötigen, gerade vor dem Hintergrund der eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten, Zeichen der Zuneigung, um nicht zu vereinsamen. Eine Postkarte mit einem lieben Gruß oder einem Foto kann hier ein kleines, aber wirkungsvolles Mittel sein. Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist elementar, um der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen zu begegnen. Um uns und andere zu schützen, ist es wichtig, Abstand zu halten und Maske zu tragen. Nur so können wir das Infektionsrisiko mindern.

Anlass zur Hoffnung geben die Nachrichten, dass schon bald ein erster Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Durch flächendeckende Impfungen besteht die große Chance, dass wir schrittweise wieder zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Die Einrichtung des Impfzentrums sowie die damit verbundenen personellen und logistischen Problemstellungen haben die Kreisverwaltung in den vergangenen Wochen beschäftigt. Die Betriebsbereitschaft ist weitestgehend hergestellt, sodass mit den Impfungen begonnen werden kann, sobald Impfstofflieferungen möglich sind.

Im kommenden Jahr wird es nicht nur darauf ankommen, die durch die Corona-Pandemie entstandenen Probleme aufzuarbeiten und zu lösen, sondern zugleich auch ein Auge auf die Zukunft zu richten. Der Landkreis wird im kulturellen Bereich Akzente setzen. Derzeit befinden wir uns auf der Suche nach einem attraktiven Standort für die Kreismusikschule. Auch weitere Kursräume für die Kreisvolkshochschule sollen dort Platz finden und so nach Möglichkeit ein kulturelles Aus- und Weiterbildungszentrum entstehen. Des Weiteren werden wir unsere Klimaschutzagentur 2021 strategisch weiterentwickeln.

Ein großes Thema für die kommenden Jahre wird zudem die bauliche und technische Infrastruktur an unseren Schulen sein. Die Umstellung von G8 auf G9 macht Veränderungen an den Gymnasien notwendig. Außerdem werden wir mit der Erweiterung der Sporthallen in Lengede und Vechelde beginnen und die Digitalisierung unserer Schulen durch den Ausbau der WLAN-Netze vorantreiben.

Um ein moderner Dienstleister für Sie zu sein, werden wir die Digitalisierung der Kreisverwaltung weiter fortsetzen. Unser Ziel für die kommenden Jahre ist es, das sogenannte E-Government so zu entwickeln, dass unsere Leistungen zu großen Teilen digital abruf- und nutzbar sind.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen besinnliche Advents- und Weihnachtstage sowie Kraft und Durchhaltevermögen in dieser herausfordernden Zeit. Vor allen Dingen aber wünsche ich Ihnen Gesundheit.

Ihr Franz Einhaus, Landrat

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