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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Wasserversorgung war 2018 auch an heißen Tagen verlässlich gesichert
09:17 23.03.2019
Auch in heißen Sommern ist die Trinkwasserversorgung in Peine gesichert. Dafür sorgen auch die eigene Kontrollen im Wasserwerk (rundes Bild), plus akkreditierte Labore, die die Qualität auch in der Fläche überprüfen.

Von Nicole Laskowski 

Peine. Im Sommer steigt der Trinkwassergebrauch immer deutlich an: Es wird mehr getrunken, geduscht und gewaschen – der Pool befüllt. Das kennen die Wasserversorger und haben ihre Systeme entsprechend ausgelegt. Aber die Wetterphänomene stellen auch sie vor neue Herausforderungen.


„Der heiße Sommer hat uns eine anhaltende Periode von Spitzenabnahmen beschert.„

Michael Wittemann Technischer
Leiter des Wasserverbandes


„Wir haben bereits 2017 den Tag der ersten Spitzenlast im Wasserwerk so früh wie noch nie im Jahresverlauf verzeichnet“, erläutert Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbandes Peine. „Der lange, heiße Sommer 2018 hat uns dann eine anhaltende Periode von Spitzenabnahmen beschert, die wir so noch nicht erlebt haben. Dank unserer erfahrenen Fachkräfte, die das Netz entsprechend optimal gefahren haben, hat der Verbraucher das am Hahn kaum gemerkt.“

Für Wittemann ist die Daseinsvorsorge rund ums Wasser ein wichtiger Teil des Lebenskomforts. „Wir haben ein hohes Service-Niveau erreicht. Das ist auch gut so. Das heißt aber im Umkehrschluss, dass viele Verbraucher Einschränkungen oder gar Unterbrechungen der Versorgung kaum noch kennen. Hier müssen wir wieder eine gemeinsame Sensibilität für die komplexe Aufgabe entwickeln.“ Denn die Klimaprognosen lassen für den Ingenieur nur einen Schluss zu: Der Aufwand werde steigen. „Wir stellen uns darauf ein, beantragen Mehrmengen in unseren Wasserrechten, um gerade solche Spitzenabnahmen verlässlich abdecken zu können. Wir benötigen Flexibilität über den Jahresverlauf hinweg“, blickt der Experte voraus.

Zur ressourcenschonenden Verwendung des Lebensmittels Nummer eins könne jeder seinen Beitrag leisten. Dazu gehöre auch, nicht bei prallem Sonnenschein zu sprengen, wie man es auch im letzten Sommer immer wieder beobachten konnte. Erstmals musste der Verband im August 2018 dazu aufrufen, nicht in den Spitzenabnahmezeiten den Rasen zu sprengen. „Ein Bundesverband hat es letztes Jahr plakativ auf die Formel gebracht: Erst der Mensch, dann der Rasen. Dazu mussten auch wir erstmals aufrufen, um in verbrauchsstarken Spitzen einen Druckabfall im Netz zu vermeiden.“ Der Verband engagiere sich weiter für einen nachhaltigen Ansatz, der die sichere Versorgung der Menschen in den Mittelpunkt stelle.


Ziel des ganzheitlichen Therapie-Ansatzes sei die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen sowie den Erhalt der Selbstbestimmtheit.
Ziel des ganzheitlichen Therapie-Ansatzes sei die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen sowie den Erhalt der Selbstbestimmtheit.

Peine. Das Wort „palliativ“ stammt vom lateinischen „palliare“ ab und bedeutet so viel wie „mit dem Mantel bedecken“. Heute versteht man darunter eine besondere Achtsamkeit für schwer kranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige, erklären Dorit Lonnemann, Vorsitzende des Palliativnetzwerkes Peine und Anne-Katrin Helmecke, stellvertretende Vorsitzende. Ziel des ganzheitlichen Therapie-Ansatzes sei die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen sowie den Erhalt der Selbstbestimmtheit. „Sie sollen so lange wie möglich aktiv bleiben und am alltäglichen Leben teilhaben. Belastende Beschwerden, körperlicher wie psychosozialer Art, sollen früh erkannt und gelindert werden“, erläutert Lonnemann.

2007 wurde der Verein Palliativnetz Peine gegründet. „Unsere Aufgabe ist es, die palliative Arbeit zu unterstützen und weiterzuentwickeln, sowie die Qualitätsstandards zu erhalten und zu verbessern. Dies geschieht durch Fortbildungen der Mitarbeiter des Palliativ-Care-Teams, die Finanzierung der Moderatorenausbildung für das Ethiknetz, Supervision, Aromaöltherapie zur Symptomlinderung, Qualitätsverbesserung in der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit“, ergänzt Helmecke.


Dorit Lonnemann
Dorit Lonnemann

Seit 2010 arbeitet die Palliativnetz Peine Organisationsgesellschaft als Leistungserbringer der SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) ergänzend zur hausärztlichen Regelversorgung. Durch die Vernetzung soll eine qualifizierte und multiprofessionelle Versorgung sichergestellt und eine würdevolle Begleitung in der gewohnten Umgebung oder im Seniorenheim ermöglicht werden. „2018 konnten 251 Menschen in die Versorgung aufgenommen werden. Nach einem Erstkontakt wird mit dem behandelnden Hausarzt entschieden, ob die spezialisierte ambulante Palliativversorgung bei der Krankenkasse beantragt werden sollte. Anschließend wird ein bedarfsgerechtes Betreuungsnetz aufgebaut. Es folgen regelmäßige Hausbesuche durch die Palliativ-Care-Fachkraft. Palliativmediziner beraten und geben konkrete Hilfestellung. Zudem gibt es eine 24-Stunden-Rufbereitschaft“, erklärt Marion Waldmann, Geschäftsführerin der Palliativnetz Peine Organisationsgesellschaft.

„Da unser Sozial- und Gesundheitssystem nicht alle Kosten der Versorgung und Betreuung schwerstkrankerMenschen übernimmt, ist das Palliativnetz auf Spendengeld angewiesen, um die qualitativ hochwertige Arbeit im Netzwerk fortzusetzen. Die Zuwendungen kommen direkt dort an, wo sie gebraucht werden: bei den schwerstkranken Menschen und bei dem multiprofessionellen Team der sie pflegenden und betreuenden Menschen“, macht Lonnemann deutlich. nic

Das Palliativnetz Peine besteht derzeit aus fünf kooperierenden Pflegediensten mit insgesamt 30 Palliativ-Care-Fachkräften und neun kooperierenden Palliativmedizinern. Die Organisation der Versorgung läuft zentral über das Koordinationsbüro. Weitere Netzwerkpartner haben sich in den letzten Jahren dem Palliativnetz angeschlossen: Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sanitätshäuser, Apotheken sowie die Hospizbewegung als bedeutender Bestandteil in der psychosozialen Unterstützung. Zum Versorgungsangebot gehören auch die Bereitstellung von Schmerzpumpen sowie Portund aufwendige Wundversorgungen. Aber auch alternative Hilfen wie die Aromaölpflege mit besonderer Zuwendung, machen es möglich, den Abschied vom Leben zu erleichtern. Für weitere Fragen steht das Büro an der Gunzelinstraße 29c in Peine zu folgenden Bürozeiten zur Verfügung: Montag-Freitag von 8 bis 14 Uhr, Telefon 05171/590189, EMail info@palliativnetz-peine.de oder über die Homepage palliativnetz-peine.de. Ab dem 1. April befindet sich das Büro an der Virchowstraße 8h in Peine, im Erdgeschoss des Klinikgebäudes.


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