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Home Sonderthemen Rund ums Auto Was tun, wenn es gekracht hat?
08:36 10.02.2021
Ruhe bewahren, denn nach einem Crash gibt es einige Dinge zu tun, bei denen ein klarer Kopf hilfreich ist.

Während sich viele Kinder über Schnee freuen, stellt die winterliche Jahreszeit Autofahrer immer wieder vor große Herausforderungen. Denn Matsch und Glatteis sorgen schnell für schwierige Straßenverhältnisse und erhöhen so das Unfallrisiko. Bei Schneemassen wie in den vergangenen Tagen oder auch Temperaturen rund um den Gefrierpunkt sollten Autofahrer besonders umsichtig fahren, um das Unfallrisiko zu minimieren. 

Um sicher auf den Straßen unterwegs zu sein, führt im Winter kein Weg um entsprechende Winterreifen herum. Wer bei Schnee, Matsch oder Eis mit Sommerreifen fährt, riskiert ein Bußgeld sowie einen Punkt in Flensburg. Außerdem sollten Autofahrer immer auf die Profiltiefe ihrer Reifen achten – mindestens vier Millimeter sollten es sein, um sicheren Halt auf der winterlichkalten Fahrbahn zu haben. Auch sollten die Scheiben von Eis und Schnee befreit sein, damit eine einwandfreie Sicht garantiert ist.

Polizei rufen

Manchmal hilft allerdings auch die größte Achtsamkeit nichts, und es kommt zu einem Crash. Was ist dann zu tun? – Bei kleineren Bagatell- und Blechschäden braucht die Polizei nicht zwangsläufig informiert zu werden. Gibt es allerdings Verletzte, sollten die Beamten unbedingt hinzugezogen werden. Auch der Krankenwagen sollte bei Bedarf sofort gerufen werden. Wenn ein hoher Sachschaden entstanden ist sowie bei einem Verdacht auf Straftaten, zum Beispiel Unfallflucht, Missbrauch von Alkohol oder Drogen, sollte ebenfalls die Polizei verständigt werden.

Erste Hilfe leisten

Noch bevor die Beamten und Rettungskräfte eintreffen, gilt es bei Bedarf Erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern. Letzteres beginnt mit dem Einschalten der eigenen Warnblinkanlage und dem Anziehen der Warnweste noch im Auto. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter und auf Landstraßen mindestens 150 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen. Auf Autobahnen beträgt die Distanz zwischen Warndreieck und Schadenort mindestens 200 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt. Wichtig ist, dass es so steht, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und deutlich sichtbar auf die Gefahrenstelle aufmerksam werden.

Unfallbericht ausfüllen

Wird die Polizei hinzugezogen, halten die Beamten alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Unfallbeteiligten hingegen unter sich, also ohne Polizei, füllen sie am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Diesen stellen Versicherer ihren Kunden in der Regel kostenlos zur Verfügung und er sollte immer griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung geschaffen. Gibt es Zeugen, werden auch deren Personalien notiert. Nach einem Autounfall sind die Beteiligten gesetzlich verpflichtet, ihre Personalien auszutauschen. Wer die Unfallstelle verlässt, ohne seine Personalien angegeben zu haben, begeht Fahrerflucht. Gleiches gilt, wenn er falsche Angaben macht.

Abschließend sollte schnellstmöglich der Kontakt zur Versicherung gesucht und das Geschehen gemeldet werden. Das gilt auch dann, wenn nur ein kleiner Schaden entstanden ist.