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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Alles zurück auf null
11:51 28.08.2018
Obere Reihe,(v. l.): Josuha Guilavogui, Paul Jaeckel, Marcel Tisserand, Ohis Felix Uduokhai, Wout Weghorst, John Anthony Brooks, Daniel Ginczek, Robin Knoche, Jeffrey Bruma. 3. Reihe: Physiotherapeuten Jörg Drill und Manfred Kross, Paul Seguin, Ignacio Camacho, Riechedly Bazoer, Yannick Gerhardt, Maximilian Arnold, Admir Mehmedi, Gian-Luca Itter, Elvis Rexhbecaj, Zeugwarte Heribert Rüttger und Nils Scholz. 2. Reihe: Mannschaftsärzte Gunter Wilhelm und Stephan Bornhardt, Chiropraktor Alexander Steinbrenner, Physiotherapeuten Patrick Kasprowski und Sascha Weiß, Assistenztrainer Olaf Janßen, Trainer Bruno Labbadia, Assistenztrainer Eddy Sözer, Torwarttrainer Pascal Formann, Teammanager Philipp Wegner, Rehatrainer Christoph Tebel und Michele Putaro, Athletiktrainer Günter Kern. Vorn: William, Marvin Stefaniak, Kaylen Hinds, Felix Klaus, Josip Brekalo, Pavao Pervan, Phillip Menzel, Sebastian Jung, Yunus Malli, Paul-Georges Nteb, Renato Steffen, Paul Verhaegh.

Zweimal in Folge rettete sich der VfL Wolfsburg zuletzt in der Relegation ganz knapp vor dem Abstieg. Wolfsburg – der vom VW-Konzern finanzierte Klub, der 2009 noch deutscher Meister war und 2015 den DFB-Pokal gewann. Allein seit diesem Titel investierten die „Wölfe“ in drei Jahren über 216 Millionen Euro für neue Spieler – und entwickelten sich mit diesen zum absoluten Sorgenklub.



Jörg Schmadtke soll nun derjenige sein, der als Geschäftsführer einen Kader zusammenstellt, der den Absturz des Werksklubs beendet. „Ein einstelliger Tabellenplatz“ ist laut VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh das Ziel und somit die Vorgabe für Schmadtke und Trainer Bruno Labbadia, der mal wieder beweisen muss, dass in ihm mehr steckt als ein „Feuerwehrmann“ für abstiegsbedrohte Teams. „Ich möchte, dass es jetzt eine nachhaltige Entwicklung beim VfL gibt“, sagte Osterloh zur „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“.


2 von elf Ligaspielen konnte Wolfsburg unter Bruno Labbadia als Trainer erst gewinnen.


Dafür investierte Schmadtke 42,5 Millionen Euro in neue Spieler. Besonders der Sturm wurde mit Daniel Ginczek, der für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart geholt wurde, und Wout Weghorst, für den der AZ Alkmaar 10,5 Millionen Euro kassierte, verstärkt.


Noch wichtiger waren Schmadtke offenbar Veränderungen fernab des Kaders. Mit Marcel Schäfer – in der erfolgreichen Zeit Spieler in Wolfsburg – als Sportdirektor holte sich der Geschäftsführer Unterstützung ins Büro. Schäfer soll als Bindeglied zur Mannschaft fungieren und neue Spieler von der Wolfsburg-DNA überzeugen. Schon zu lange gilt der VfL nur als finanziell attraktiver Arbeitgeber, jetzt sollen sich die Profis wieder mit Wolfsburg identifizieren.

Aus Stuttgart gekommen: Daniel Ginczek soll die Wolfsburger im Sturm verstärken.
Aus Stuttgart gekommen: Daniel Ginczek soll die Wolfsburger im Sturm verstärken.

Um diese Identifikation zu stärken, führte Schmadtke ein Wertesystem ein. Dass dies überhaupt nötig ist, deutet an, in welchem Zustand sich die Mannschaft zuletzt wirklich befand. „Daran kann sich jeder orientieren, damit beschäftigen und dran halten. Das wollen wir insgesamt im Klub durchziehen“, erklärt der frühere Macher von Hannover und Köln. Und um welche Werte geht es? „Leidenschaft, Arbeit und Fußball sind schon mal drei. Aber auch Umgang miteinander, Kommunikation, Ehrlichkeit, Einsatzbereitschaft. Es gibt viele Werte, die wichtig sind. Und die werden wir wieder hervorheben, vorleben und einfordern.“

Eigentlich selbstverständlich, doch in Wolfsburg muss man wieder bei null beginnen.

Der Hitzfeld-Check

Ich habe das Gefühl, dass Wolfsburg um Anerkennung in der Liga kämpfen muss, weil einfach die Basis, die Tradition fehlt. Sie haben zuletzt häufig enttäuscht und die Erwartungen, auch von VW, nicht erfüllt. Das viele Geld zahlt das Werk ja nicht dafür, um nicht abzusteigen, sondern um sich auf internationaler Bühne zu präsentieren. Augenzwinkernd: Jörg Schmadtke ist krisenerprobt – im Vergleich zu Köln dürfte ihm Wolfsburg fast wie ein Sanatorium vorkommen.

Das Stadion - Volkswagen-Arena, Eröffnung: 2002, Kapazität: 30 000
Das Stadion - Volkswagen-Arena, Eröffnung: 2002, Kapazität: 30 000

Die Zugänge

Daniel Ginczek
VfB Stuttgart, 14 Mio.

Wout Weghorst
AZ Alkmaar, 10,5 Mio.

Jérôme Roussillon
HSC Montpellier, 5 Mio.

Marcel Tisserand
FC Ingolstadt, 7 Mio.

Felix Klaus
Hannover 96, 3 Mio.

Pavao Pervan
LASK, Ablöse unbekannt

Paul-Georges Ntep
AS Saint-Étienne, Leih-Ende

Paul Seguin
Dyn. Dresden, Leih-Ende

Die Trikots - Heim
Die Trikots - Heim
Die Trikots - Auswärts
Die Trikots - Auswärts

Die Abgänge

Daniel Didavi
VfB Stuttgart, 4 Mio.

Max Grün
Ziel unbekannt 

Landry Dimata
RSC Anderlecht, Leihe

Divock Origi
FC Liverpool, Leih-Ende

Die Transferbilanz

Einnahmen: 4 000 000 Euro
Ausgaben:  39 500 000 Euro
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Summe:    –35 500 000 Euro


Der Trainer


Bruno Labbadia (52) rettete vor den Wolfsburgern bereits den VfB Stuttgart und den Hamburger SV vor dem Abstieg. Außerdem war er tätig bei Bayer Leverkusen und zählt mit bisher 211 Bundesliga-Spielen zu den erfahreneren Vertretern seiner Zunft. Als Spieler lief der Mittelstürmer zweimal für die deutsche Nationalelf auf.

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