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15:29 08.04.2019
Motours
Strauss Fahrräder
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Waren die Autofahrer in den vergangenen Monaten fast für sich allein unterwegs, teilen sie sich die Straßen jetzt wieder mit den Bikern: An einem normalen Wochenende ist jedes 50. Fahrzeug in Deutschland ein Motorrad. An Frühjahrswochenenden ist es sogar jedes dritte, und in dieser Zeit entstehen besonders viele Unfälle. „Autofahrer müssen sich jetzt wieder daran gewöhnen, dass mit den Motorrädern plötzlich Verkehrsteilnehmer hinzukommen, die schlechter zu sehen und oft zügiger unterwegs sind“, sagt Michael Busse, Leiter der TÜV-STATION Wolfsburg.

Die wichtigsten Maschinen-Checks

Vor der ersten Fahrt sollten Motorradfahrer ihre Maschinen einmal richtig durchchecken. TÜV NORD hat eine Liste mit den wichtigsten Bereichen zusammengestellt, auf die jetzt geachtet werden sollte:
• Licht (Brems-, Fern- und Abblendlicht) und Blinker
• Funktion der Hupe
• Killschalter
• Leichtgängiges Funktionieren aller Hebel und Schalter
• Spannung und Schmierung der Kette
• Flüssigkeitsstände
• Reifen: Luftdruck, Profiltiefe, Beschädigungen und Risse im Gummi
• Anzugsmoment und Zustand der Schrauben und Muttern
• Zündkerzen
• Spiel der Lager
• Ladezustand der Batterie

Fahrrad Hahne


Wer sich unsicher über den Zustand der Teile ist oder wie man die richtigen Einstellungen vornimmt, sollte nichts riskieren. Besser ist es, den Profi aufzusuchen und das Motorrad in der Fachwerkstatt des Vertrauens untersuchen lassen.

Die ersten Fahrten locker angehen lassen

Nicht nur die Motorräder, auch ihre Fahrerinnen und Fahrer hatten eine längere Pause. Oberste Regel ist es daher, die eigenen Fähigkeiten jetzt nicht zu überschätzen. „Bikerinnen und Biker sind gut beraten, sich mit kurzen, gemächlichen Ausritten erst wieder an ihre Maschinen zu gewöhnen. Wer allzeit sicher auf dem Bock sitzt und seine Fähigkeiten realistisch einschätzen kann, reduziert das Unfallrisiko erheblich“, so der Stationsleiter. Im vergangenen Winter können sich auch neue Schlaglöcher in den Straßen gebildet haben, die zusätzliche Gefahren darstellen. Gerade in der ersten Zeit sollte man also besonders umsichtig unterwegs sein. Um die Risiken insgesamt möglichst gering zu halten, ist die richtige Kleidung wichtig. „Wer bei jeder Fahrt volle Montur anlegt, also Helm, Handschuhe, Motorradhose und -jacke mit Protektoren sowie Stiefel, verringert die Verletzungsgefahr bei einem Unfall um bis zu 50 Prozent“, erklärt der TÜV-Experte.


Auch beim Kauf von Fahrrädern mit hochwertiger Ausstattung ist die korrekte Einstellung der Sitzposition enorm wichtig. Foto: djd/Hypervital/Syda Productions – stock.adobe.com
Auch beim Kauf von Fahrrädern mit hochwertiger Ausstattung ist die korrekte Einstellung der Sitzposition enorm wichtig. Foto: djd/Hypervital/Syda Productions – stock.adobe.com

Radfahren liegt im Trend, vor allem die Nachfrage nach E-Bikes wächst weiter stark. Generell, so der Zweirad-Industrie-Verbandes (ZEV), gehe die Tendenz der Bundesbürger zum Kauf von Fahrrädern mit hochwertiger Ausstattung. Woran man bei einem teuren Drahtesel auf keinen Fall sparen sollte, ist die korrekte Radgeometrie. Mit ihr wird die Wirbelsäule geschont und man ist kraftsparend unterwegs, dank optimaler Sitzposition ist eine geringere Halt- und Stützarbeit des Körpers notwendig. Ist der Sitz aus biomechanischer Sicht dagegen nicht korrekt eingestellt, kann der Po schmerzen, können Rücken und Nacken verspannen und die Hände kribbeln oder immer wieder „einschlafen“. So wird man auch an einem teuren Fahrrad keinen Spaß haben.

Bikefitting: Mensch und Maschine aufeinander abstimmen

Auch bei hochwertigen Rädern ist die richtige Sitzposition keinesfalls „automatisch“ auf den Fahrer oder die Fahrerin eingestellt. Die entsprechende Adjustierung nennt man Bikefitting. „Mensch und Maschine werden dabei so aufeinander eingestellt, dass der Mensch eine optimale Leistung erbringen kann, ohne dass dabei seine Gesundheit leidet“, erklärt Thomas Bayer, Geschäftsführer von „Die Sattelkompetenz“. Das Rad bestehe aus den drei Kontaktstellen Hintern/Sitz, Hände/Griff und Füße/Pedale. Wenn es nicht an den Menschen und seine anatomischen Gegebenheiten angepasst werde, könne es immer wieder zu den typischen Beschwerden kommen. Zur richtigen Sitzposition und zum passenden Sattel können spezialisierte Fachhändler beraten, sie stellen den Sattel optimal ein. Mithilfe eines sogenannten Physiotherameters wird die Druckbelastung am Sattel gemessen und daraufhin die korrekte Sitzgeometrie ermittelt beziehungsweise angepasst. Unter www.die-sattelkompetenz.de etwa gibt es ein bundesweites Verzeichnis der Fachhändler und Gesundheitszentren, die diesen Service anbieten. Dazu sollte man einen Termin vereinbaren und das Fahrrad mitnehmen.

Das neue Rad kann aber nicht nur ergonomisch optimal eingestellt werden, im Fachhandel gibt es zudem auch Zubehör wie etwa gefederte Sattelstützen oder ergonomische Griffe, die für deutlich mehr Komfort sorgen. (djd)

Ein richtig geformter Fahrradsattel passt zur individuellen Sitzhaltung, zur Muskulatur des Rückens und zur unteren Bauchmuskulatur. „Die entsprechende Messtechnik macht exakt sichtbar, wo Druckspitzen auftreten und was jede Veränderung beim Sattel oder bei der Geometrie des Rades hervorruft – sprich wie sich der Sitzkomfort verbessert“, erklärt Thomas Bayer, Geschäftsführer bei „Die Sattelkompetenz“. Das bundesweit vertretene Unternehmen aus dem Allgäu widmet sich der Herstellung von speziellen Sitzlösungen für Fahrrad und Heimtrainer und der Beratung der Fahrer hinsichtlich Sitzposition und Radgeometrie. (djd)

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