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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege „Es braucht Bereitschaft zur Veränderung“
11:55 24.03.2019
Anne Henchen kommt aus Tübingen und ist Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. FOTO: PRIVAT

IManche Menschen geraten immer wieder in die Stressfalle – doch das muss nicht sein, wenn man seine „inneren Muster“ kennt und aufbricht, sagt Verhaltenstherapeutin Anne Henchen.

Welche inneren Muster müssen aufgelöst werden, um nicht immer wieder in die Stressfalle zu geraten?

Wichtigste Voraussetzung ist, erst einmal die inneren Muster aufzudecken. Oft sind das Routinen, die wir gar nicht mit Stress oder Alltagsbelastung in Verbindung bringen, etwa ein Hang zur Ordnung, aber auch Perfektionismus. Meist sind es Muster, die uns im Alltag eigentlich hilfreich sind, im Übermaß aber zu einer zusätzlichen Belastung oder Inflexibilität führen. Wenn Muster starr werden, dann sollte man sich diese anschauen. Häufig liegt darin wichtiges Veränderungspotenzial.


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Prozent der erwachsenen Deutschen haben laut einer Statista-Umfrage täglich Rückenschmerzen.


Welche Übungen helfen im Job und im Alltag, um runterzufahren?

Entspannungsübungen wie progressive Muskelrelaxation und autogenes Training, aber auch Meditationsübungen sind geeignet. Oft reichen schon kurze Momente des Innehaltens, in denen wir uns auf das Atmen im Hier und Jetzt konzentrieren, die Bürotür schließen, den Computer und das Handy leise stellen. Wichtig ist auch, dass man sich des „Ruderns“ bewusst wird und Prioritäten setzt. Dazu gehört auch, sich einzugestehen, dass gerade alles zu viel ist. Suchen Sie an dieser Stelle im Job das Gespräch mit Vorgesetzten, sagen Sie ruhig ‚Das schaffe ich gerade nicht’ und bieten Sie Alternativen an.

Welchen Anteil am Stressempfinden haben Konflikte im Alltag?

Konflikte sind oft hochemotional. Während manche Menschen Kritik an sich abprallen lassen, verbeißen sich andere tagelang darin. Wichtig ist an dieser Stelle eine gute Reflexionsfähigkeit. Wer allerdings unter Dauerbelastung steht, bewegt sich schnell auf einem Level, auf dem man nicht mehr reflektieren kann.

Was muss ich als Patient mitbringen, um möglichst viel bei einer Verhaltenstherapie für mich mitzunehmen?

Eine gewisse Bereitschaft zur Veränderung sollten Sie mitbringen. Es hilft nicht, nur danach zu schauen, was schiefläuft, weil etwa im Job so viel zu tun oder die Beziehung gerade so anstrengend ist. Es geht auch darum, zu schauen, welche Anteile in einem selbst ein bestimmtes Verhalten auslösen und dadurch immer wieder „Problembaustellen“ entstehen und somit der Stress aufrechterhalten wird. caro


FOTO: STIFTUNG WARENTEST
FOTO: STIFTUNG WARENTEST

Wer morgens ungern isst oder sehr früh raus muss, verbessert seinen Start mit einem fruchtigen Smoothie, am besten auf Gemüsebasis. Er liefert schnelle Energie ohne Kauen, sollte deshalb aber auch in Maßen getrunken werden. Heute gibt es einen Spinatsmoothie, der schmeckt neutral, ist fix zubereitet, lässt sich gut würzen. Mittags gibt es ebenfalls Spinat, zusammen mit Fisch. Er liefert wichtige Eiweiße und Omega-3-Fette. Zusammen mit anderen Lieblingszutaten wie Tomate oder Gurke und zwischen zwei Brötchenhälften wird der Fisch familienkompatibel. Abends gibt es Rohkost-Salat.

Ihr Tagesplan

- Morgens: Smoothie aus je 60 g Spinat, Salatgurke und Apfel, 1 EL Orangensaft, 1 Prise Salz mixen und mit Wasser verdünnen. Wer es süß mag, mixt eine Dattel rein, extra würzig wird es mit einem Stück Ingwer, gehaltvoller mit 1 EL zarten Haferflocken.

- Mittags: Für die Fischburger das Ei verquirlen, Spinat und Petersilie fein schneiden. Fischfilet in kleine Stücke teilen, dann pürieren, dabei das Ei zugeben. Mit Couscous, Spinat und Petersilie verkneten und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse acht flache Frikadellen formen und in einer beschichteten Pfanne in heißem Öl von beiden Seiten knusprig braten. Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch lösen. Mit einer Gabel zerdrücken und mit Joghurt, Zitronensaft und Meerrettich glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Brötchen kurz aufbacken und halbieren. Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Die Brötchenunterhälften mit Salat, je einer Fischfrikadelle und Tomaten belegen. 1 Klecks Avocadocreme darauf geben und die obere Hälfte aufsetzen.

- Abends: Info: Currypaste und Ingwer heizen ordentlich ein und bringen den Kreislauf in Schwung. Tipp: Erst ganz am Ende abschmecken, denn die Hauptwürze kommt durch die Marinade.

- Abends: Möhren (pro Person etwa 200 g) grob raspeln und mit einem Dressing aus 1 EL Öl, 100 ml Orangensaft, 1 Stück gehackten Ingwer und 1 EL Joghurt mixen. 30 g Feta zerbröseln und 1 Dattel hacken, alles zusammen mit Couscous (pro Person 30 g) vermischen und circa zehn Minuten quellen lassen.


Rezept aus: Dagmar von Cramm: „Kochen für Kinder“, Gräfe und UnzerVerlag, 192 Seiten, 19,99 Euro.

Für 4 Portionen Zubereitung: 35 Minuten
80 g Couscous, 60 g Spinat 1 Bund Petersilie, 400 g Seelachsfilet, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 2 EL Öl, 1 reife Avocado, 3 EL Naturjoghurt 3,5 %, 2 EL Zitronensaft, ½ TL geriebener Meerrettich, 4 Vollkornbrötchen, 3 Tomaten, einige Salatblätter

Eine Erkältung, ein fieberhafter oder auch grippaler Infekt, eine unspezifische obere Atemwegserkrankung oder wie auch immer man einen derartigen Krankheitszustand nun beschreiben möchte, ist selbstlimitierend, erledigt sich also von selbst, ohne therapeutische Maßnahmen. Dies gilt sogar für eine Bronchitis. Das bedeutet, dass die Volksweisheit „eine Erkältung benötigt mit Arzt 14 Tage und ohne zwei Wochen“ tatsächlich stimmt. Fieber ist keine Indikation für ein Antibiotikum.

Der Gang zum Hausarzt ist bei Erkältungskrankheiten allein aus zwei Gründen notwendig: Berufstätige benötigen in Deutschland nun mal eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, und es gilt abzuklären, ob vielleicht eine beginnende Lungenentzündung oder eine konkret behandelbare Ursache vorliegt beziehungsweise ob es sich um einen besonders gefährdeten Risikopatienten handelt, dem ein komplizierter Krankheitsverlauf droht.

Inwieweit Schleimlöser, freiverkäufliche Medikamente aus der Apotheke (OTCs) oder einfache Hausmittel wie Inhalation, Hühnersuppe und Wadenwickel den Genesungsprozess beschleunigen, ist in Studien nicht belegbar. Sogar eine Erregeridentifikation ist nahezu unmöglich. Die Therapie bedient sich daher bei den persönlichen Erfahrungen des Patienten und des Hausarztes. Hierbei spielt sicherlich der Placeboeffekt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Dafür setzen Hausärzte auch gern die unverkäuflichen Muster der Pharmavertreter ein. Mit Bestechlichkeit oder fehlender Objektivität hat das nichts zu tun.

Dr. Laura Dalhaus ist Allgemeinmedizinerin in Rhede im Münsterland. Auf Ihrer Website www.landarzt.rocks schreibt sie regelmäßig über ihren Praxisalltag.


Eine künstliche Befruchtung erhöht einer Studie zufolge beim Nachwuchs nicht das Krebsrisiko – zumindest bis zum frühen Erwachsenenalter. Das berichten niederländische Forscher im Fachblatt „Human Reproduction“. Die umfangreiche Untersuchung widerspricht damit Resultaten früherer Studien. Das Team von The Netherlands Cancer Institute stützte sich auf Daten von Frauen, die von 1980 bis 2001 behandelt worden waren. 47 690 Kinder wurden berücksichtigt, gut die Hälfte davon kam nach künstlicher Befruchtung zur Welt. Die Krebsraten dieser Kinder waren weder im Vergleich zur Allgemeinheit erhöht noch im Vergleich zu jenen natürlich gezeugten Kindern, deren Mütter Empfängnisschwierigkeiten hatten.

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