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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege So wird der Arbeitsplatz ergonomisch
00:00 25.03.2019
Sieh an: Der Abstand zwischen Auge und Bildschirm sollte 50 bis 80 Zentimeter betragen. FOTO: BNENIN/STOCK.ADOBE.COM

Monitor: Der Bildschirm sollte frei stehen und sich leicht drehen und neigen lassen. Empfehlenswert sind entspiegelte, flimmerfreie Modelle mit kontrastreicher, hochauflösender Darstellung. Aufgestellt wird der Monitor so, dass sich möglichst wenig Blendungen ergeben. Daher darf er nicht direkt am Fenster oder unter der Deckenbeleuchtung stehen. Er sollte so platziert sein, dass die Blickrichtung parallel zum Fenster verläuft. Außerdem sollte er nicht zu hoch stehen: Idealerweise sitzt man so am Arbeitsplatz, dass der Kopf leicht nach unten geneigt ist. Für den Abstand zwischen Auge und Bildschirm werden 50 bis 80 Zentimeter empfohlen. Notebooks sind auf Dauer für die Büroarbeit ungeeignet, weil sie sich schlechter einstellen lassen.

Darstellung: Die Zeichen sollten mühelos zu lesen sein, also deutlich, scharf, ausreichend groß und kontrastreich dargestellt werden. Das Bild darf nicht verzerrt sein. Insgesamt sollte die Darstellung nicht wesentlich schlechter sein, als man es von der Papiervorlage her kennt.

Licht: Die Beleuchtungsstärke sollte zwischen 400 und 600 Lux liegen. Ideal ist Tageslicht, ansonsten sind Deckenleuchten empfehlenswert. Auch im Umfeld sollte Licht nicht reflektieren – etwa durch Spiegel, weiße Wände oder helle Möbel.

Brille: Ab 40 beginnt im Allgemeinen die Alterssichtigkeit. Sich auf den Monitor zu fokussieren wird für das Auge zunehmend schwieriger. In vielen Fällen empfehlen Optiker daher eine individuelle Bildschirmbrille, die ideal auf den Abstand zum Bildschirm eingestellt ist. Lesebrillen gelten dagegen als ungeeignet für die Bildschirmarbeit: Sie sind für einen kürzeren Abstand gedacht und verleiten dazu, dass man sich zum Monitor beugt. Das hat Verspannungen und Fehlhaltungen zur Folge. Auch Gleitsichtbrillen bereiten oft Probleme.


40 
ist das Alter, ab dem allgemein die Alterssichtigkeit beginnt.


IIn einer Landarztpraxis trifft man oft auf Landwirte. Diese sind in der Regel selbstständig – 24 Stunden lang an 365 Tagen im Jahr. Ein kleiner Schnupfen ist da kein Grund, die Kühe nicht zu melken. Man ist nicht zimperlich. Was vielleicht auch an der Krankenkasse der Landwirte, der LKK, liegt, die beispielsweise Übergewicht nach eigener Aussage für ein „Lifestyle-Problem“ hält. Das erfuhr ich in einem Gespräch mit der LKK, in dem es um einen Landwirt mit Adipositas ging. Ich hatte ihm eine Ernährungsberatung verordnet, was von der LKK ohne Begründung abgelehnt worden war. Ich rief die LKK kurzerhand an. Dort erklärte man mir, Adipositas sei keine Erkrankung. Offenbar bestand Schulungsbedarf. Ich wies darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation schon seit 2000 Adipositas als behandlungsbedürftige Krankheit definiert und dass das Bundessozialgericht 2003 festgestellt hat, dass es sich um eine Krankheit im Sinne des Sozialgesetzbuches handelt und damit für Versicherte ein Leistungsanspruch auf Behandlung besteht. Die LKK erwiderte, ihre internen Richtlinien sähen das nicht vor. Ich erklärte, dass das Bundessozialgericht wohl die internen Richtlinien der LKK überstimmen würde. Schließlich bat man mich, meine geschilderte Faktenlage noch mal schriftlich einzureichen. Natürlich bin ich dieser Bitte nachgekommen. Als Hausarzt ist man schließlich „Mädchen für alles“ – Schulungen von Krankenkassenmitarbeitern inklusive. Selbstverständlich hat mein Patient die Ernährungsberatung erhalten. Und weitere LKK-Versicherte auch.

Dr. Laura Dalhaus ist Allgemeinmedizinerin in Rhede im Münsterland. Auf ihrer Website www.landarzt.rocks schreibt sie regelmäßig über ihren Praxisalltag.



Unterbrechung: Experten empfehlen für die Arbeit am Computerbildschirm die 20-20-20-Regel: Alle 20 Minuten sollte man für 20 Sekunden mindestens 20 Fuß (etwa sechs Meter) in die Ferne schauen. Denn wer nur starr auf den Bildschirm sieht, macht weniger Lidschläge. Trockene, müde und gereizte Augen sind die Folge.

Blinzeln: Ab und zu bewusst zu gähnen und einige Male blinzeln sorgt dafür, dass die Augen besser mit Tränenflüssigkeit versorgt werden.

Feuchtigkeit: Warme, trockene Heizungsluft macht den Schleimhäuten zu schaffen. Daher ist es wichtig, auf ausreichend Feuchtigkeit zu achten und zum Beispiel Wasserschalen auf Heizkörper zu stellen. Auch Grünpflanzen verbessern das Raumklima. Außerdem ist regelmäßiges Lüften und Trinken sinnvoll.

Pausen: Aufstehen und herumlaufen, am besten an der frischen Luft. Das tut nicht nur dem Kreislauf gut, sondern auch den Augen.

Augenarzt: Wer öfter Beschwerden hat, sollte zum Augenarzt gehen. Trockene Augen können neben Bildschirmarbeit auch andere Ursachen haben (zum Beispiel Diabetes, rheumatische Erkrankungen, Medikamente). Ansonsten helfen Augentropfen.



Aus Sorge, Karies oder andere Krankheiten zu übertragen, nehmen viele Eltern den Nuckel ihrer Babys lieber nicht in den Mund, wenn er mal runtergefallen ist. Doch eine neue Studie aus den USA zeigt: Gerade das Ablutschen könnte eine positive Wirkung auf das Immunsystem der Kinder haben. Die Forscher aus Detroit kommen zu dem Ergebnis, dass die Mikroben im Speichel der Eltern das Immunsystem der Babys beeinflussen, wenn diese sie über die Nuckel aufnehmen.

Solche Kinder hätten weniger von einem Antikörper im Blut gehabt, der mit der Entwicklung von Allergien und Asthma in Verbindung stehe. Die Studie berücksichtigt allerdings nur eine kleine Anzahl von Kindern.


FOTO: GRÄFE UND UNZER VERLAG/BARBARA BONISOLLI
FOTO: GRÄFE UND UNZER VERLAG/BARBARA BONISOLLI

Nahrhafter Endspurt: Tag elf steht ganz im Zeichen von Paprika, Parmesan und Polenta

Heute gibt es Hähnchenbrustfiletstreifen, Paprika und cremige Polenta. Am besten kochen Sie direkt mehr Polenta, denn: Ausgestrichen, abgekühlt und angebraten schmeckt sie am nächsten Tag mindestens genauso gut. Auch mit Käse überbacken und zu einem knackigen Salat schmeckt der Maisgrieß gut: Darauf dürfen Sie sich heute Abend freuen. Paprika ist Spitzenreiter im Vitamin-CGehalt und auch als Rohkost geeignet. Eiweißlieferanten und gleichzeitige Sattmacher sind Käse, Hühnerbrust, Milch und Schmand an diesem Tag.

Ihr Tagesplan

Morgens gibt es Vollkornbrot, mittags macht das Paprikahuhn mit cremiger Polenta satt. Abends bringt dann die knusprig überbackene Parmesan- Polenta mit Salat alle an den Tisch. Nicht vergessen: Zwei Obstportionen gibt es zwischendurch – und Gemüsesticks zum Sattessen.

Morgens: 2 Scheiben Vollkornbrot mit 1 EL Frischkäse, 1 EL Schnittlauchröllchen und ½ Tomate in Scheiben geschnitten sowie ½ TL Butter oder Margarine, 1 Scheibe Käse und ½ Tomate in Scheiben geschnitten.

Mittags: Für das Paprikahuhn das Fleisch in circa zwei Zentimeter breite Streifen schneiden, mit Salz, Pfeffer und Paprika vermischen. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln. Paprika waschen und in Streifen schneiden. Inzwischen Brühe mit der Polenta mischen, aufkochen lassen, Milch, Salz und etwas Paprikapulver zugeben und bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, Fleisch kräftig anbraten, herausnehmen. Zwiebel, Knoblauch und Paprikastreifen im Fond anbraten, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, zehn Minuten zugedeckt schmoren lassen, wenn nötig etwas Wasser zugeben. Mit Schmand und Gewürzen abschmecken und Hähnchenfleisch wieder zugeben. Mit Polenta auftischen.

Abends: Mittags direkt (für vier Personen) die doppelte Menge Polenta kochen, in eine Auflaufform oder auf einem Blech ausstreichen und mit 2 EL geriebenem Parmesan bestreuen. Abends in der Mikrowelle erhitzen oder kurz im Ofen aufbacken. Dazu passt ein großer grüner Salat mit Tomaten, Paprika und Gurke.

Zutaten

Für 4 Personen: 400 g Hähnchenbrustfilet, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, edelsüß, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 3 Paprikaschoten (ca. 700 g), 500 ml Gemüsebrühe, 250 g Polentagrieß, 250 ml Milch, 1 EL Öl, 100 g Schmand


Rezept aus: Dagmar von Cramm: „Kochen für Kinder“, Gräfe und Unzer Verlag, 192 Seiten, 19,99 Euro.

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