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Home Sonderthemen Sonstiges Siegel für den nachhaltigen Urlaub
09:04 14.11.2019
Fliegen ist nicht gut fürs Klima. Einige Reiseveranstalter bieten Urlaubern die Option, entstehende CO2-Emissionen durch Spenden zumindest zu kompensieren. FOTO: DANIEL REINHARDT/DPA

Hotelkette, familiengeführte Pension oder Ökoresort? Das Verhalten der Urlauber vor Ort bleibt nicht ohne Folgen für Umwelt und Bevölkerung. Doch es ist nicht einfach, eine wirklich nachhaltige Unterkunft zu finden. Es gibt mittlerweile Siegel, Zertifikate und Labels – ein bisschen wie im Supermarkt. Nicht alle sind seriös.

Zunächst sind regionale, spezialisierte und internationale Zertifikate und Label zu unterscheiden. Manche orientieren sich an ökologischen Kriterien, andere decken alle drei Säulen der Nachhaltigkeit ab, also auch soziale und wirtschaftliche Faktoren. „Das Label sollte von einem neutralen Dritten zertifiziert sein. Ist dies nicht transparent, ist es nicht seriös“, sagt Randy Durband, Hauptgeschäftsführer des GSTC. Der Rat ist der größte internationale Interessenverbund für nachhaltigen Tourismus und prüft, wer und was hinter einem Label steht.

„Grundsätzlich ist jedes Hotel vorzuziehen, das sich für ökologische und soziale Standards einsetzt, und dies in seiner Philosophie auch deutlich zum Ausdruck bringt“, sagt Petra Thomas, Geschäftsführerin des Forums Anders Reisen. „Wichtig ist aber natürlich die Ernsthaftigkeit der Umsetzung.“ Gibt es einzeln verpackte Seifen? Läuft die Klimaanlage beim Betreten des Zimmers? Liegt die Unterkunft in einem trockenen Gebiet und hat sie dennoch einen großen Pool? Häufen sich solche Beobachtungen, sollte man als Gast nachfragen. Besonders, wenn die Unterkunft ein Umweltzertifikat hat.

„Wenn die Häuser tatsächlich den ökologischen Gedanken in allen Bereichen leben, ist das eine gute Basis“, sagt Thomas. „Wir empfehlen inhabergeführte Unterkünfte in der Hand von lokalen Betreibern statt internationalen Hotelketten. So kommt das Geld direkt vor Ort an.“

Für Urlauber stellt sich grundsätzlich die Frage: Müssen sie ihre Vorstellung von Urlaub komplett neu definieren, wenn sie nachhaltig übernachten wollen? Jein. Nach Meinung von Tourismusexperten kann ein durchdachtes, nachhaltiges Management viel bewirken, ohne dass der Gast auf Standards verzichten muss. Dennoch sollten sich Reisende fragen: Brauche ich überhaupt unbedingt eine Klimaanlage und einen Pool?


Unsichere Zukunft: Etliche Selbstständige haben eine nur unzureichende Altersvorsorge. Die Pflichtversicherung hat Vor- und Nachteile, ebenso wie die freiwillige Rentenversicherung. FOTO: PIXABAY
Unsichere Zukunft: Etliche Selbstständige haben eine nur unzureichende Altersvorsorge. Die Pflichtversicherung hat Vor- und Nachteile, ebenso wie die freiwillige Rentenversicherung. FOTO: PIXABAY

Von Beate Kaufmann 

Selbstständige Erzieher, Lehrer oder Pflegekräfte sind ebenso wie einige Handwerker gesetzlich verpflichtet, für das Alter vorzusorgen. Dieser Personenkreis der pflichtversicherten Selbstständigen zahlt in der Regel 18,6 Prozent des Einkommens in die Rentenversicherung. Bei Selbstständigen mit unsicheren oder wechselnden Einkünften kann das eine Belastung sein. Zudem ergibt auch dieser Betrag nur eine geringe Rente. „Die Absicherung der pflichtversicherten Selbstständigen ist oftmals nur unzureichend, denn der Regelbeitrag führt häufig nur zu einer Rente in Höhe von 900 Euro“, sagt Sally Peters vom Institut für Finanzdienstleistungen.

Freiberufler, die in sogenannten Kammerberufen arbeiten, sind dort pflichtversichert. Dazu gehören Ärzte, Apotheker, Architekten oder Rechtsanwälte. „Angehörige dieser Berufe zahlen einkommensabhängige Pflichtbeiträge und bauen damit über die Jahre in der Regel auskömmliche Altersrenten auf“, erklärt Peters. Anders als die gesetzliche Rentenversicherung legen Versorgungswerke die Beiträge ihrer Mitglieder am Kapitalmarkt an. Doch wenn die Niedrigzinsphase anhält, könnten die Renten aus den Versorgungswerken geringer ausfallen.

Eine deutlich höhere Anzahl von Selbstständigen muss sich freiwillig versichern. Ihnen bleibt es selbst überlassen, ob sie ihre Vorsorge frei gestalten oder in die gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen. Künftig soll sich das ändern: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will eine Altersvorsorgepflicht für nicht abgesicherte Selbstständige einführen und dafür Ende des Jahres einen Gesetzentwurf vorlegen. Derzeit gilt: „Selbstständige, die sich für die gesetzliche Rente entscheiden, haben die Wahl und können sich freiwillig in der Rentenversicherung versichern oder auf Antrag pflichtversichern“, erklärt Katharina Henrich von der Stiftung Warentest.

Wer sich in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, erhält Riester-Förderung, und seine Beitragszeiten zählen ohne Einschränkungen für eine Frührente. Außerdem sichert er sich Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente. Doch es fehlt an Flexibilität: Der Antrag auf Pflichtversicherung kann nur innerhalb der ersten fünf Jahre der Selbstständigkeit gestellt werden. Zudem ist der Beitrag fix – entweder 18,6 Prozent des Arbeitseinkommens oder der Regelbeitrag. Wer sich für die Pflichtversicherung entschieden hat, muss darin bis zum Abschluss seiner Selbstständigkeit bleiben. Eine weitere Möglichkeit ist die Rürup-Rente. Der Beitragszahler kann die Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen. Das macht das Modell für gut verdienende Selbstständige interessant.
  

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