Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
4°/2°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Themenwelten
14:36 20.10.2021
Foto: Rokstyle/akz-o

Tage der Erinnerung sind für Millionen von Angehörigen nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr wichtig. Der Samstag, 16. Oktober, ist so einer: Da findet bundesweit der „Tag des Grabsteins“ statt. An diesem Datum steht der Gedenkstein einen Tag lang im Mittelpunkt. Seit der Premiere im Jahr 2018 können sich Interessierte bundesweit bei ihrem Steinmetz vor Ort über den Grabstein informieren, sei es zur möglichen Gestaltung, zu Preisen oder zur Geschichte.

Grabsteine haben sich in verschiedenen Kulturen und Religionen weltweit zu einem sichtbaren Zeichen des Andenkens und der Dankbarkeit entwickelt. Damals wie heute geben Rituale und Symbole den Menschen Halt, vor allem dann, wenn nur noch die Erinnerung lebt. Das Grab ist ein Ort dieser Erinnerung sowie ein Ort, an dem Trauer erlebt und verarbeitet werden kann. Der Besuch am Grab ist daher ein wichtiges und zentrales Trauerritual für die Bewältigung dieser schweren Zeit. Dabei wird oft auch ein Licht angezündet – ein Ritual, das wir Menschen verinnerlicht haben. Die Forschung hat zweifelsfrei nachgewiesen, dass solche Trauerrituale helfen, den Verlust eines geliebten Menschen besser zu verarbeiten. Diese Bräuche sind ein Bedürfnis und können am Friedhof individuell gelebt werden. Die meisten Angehörigen wünschen sich nach einem Verlust eines geliebten Menschen, für diesen noch „etwas tun zu können“, und dies realisieren sie dann meistens in einer liebevollen und individuellen Grabgestaltung.

Bereits in der Antike wurden außerhalb der Städte von griechischen, griechisch-römischen und römischen Gesellschaften sogenannte Gräberstraßen mit Grabsteinen angelegt. Später übernahmen die Christen diese Sitte und etablierten diese als Tradition. Grabsteine haben sich als sichtbares Gedenkzeichen in verschiedenen Kulturen und Religionen auf Friedhöfen weltweit als Zeichen des Andenkens und der Dankbarkeit unverzichtbar gemacht.

Bis vor einigen Jahren sah man Grabsteine oft in einheitlichen Formen, möglichst in den traditionellen Farben Schwarz oder Dunkelgrau und auf Hochglanz poliert. Doch die Zeiten der eintönigen Grabmale sind längst vorbei, auch im Bereich der Grabsteingestaltung hält immer mehr die Individualität Einzug. Vor allem die Nachfrage nach schlichten, zeitlosen und eleganten Modellen hat in den zurückliegenden Jahren stark zugenommen. Modern und auffallend sollen Grabmale heutzutage sein, gerne im Materialmix und zweifarbig, dabei aber dennoch nicht zu überladen wirken. Die Grabsteine der neuen Generation tragen somit auch zu einem neuartigen und abwechslungsreichen Friedhofsbild bei.

Auch die Friedhofssatzungen, also die Vorschriften, welche Grabsteine zugelassen werden, sind in vergangenen Jahren deutlich angepasst worden, so dass es heute in der Regel kein Problem mehr darstellt, Fotos der Verstorbenen, individuelle Ornamente oder Glas zu verwenden. Es besteht nun deutlich mehr Freiheit für die Umsetzung persönlicher Wünsche als damals. Der Trend geht außerdem verstärkt zu persönlichen Sprüchen und Wünschen, die detailreich in die Grabsteine eingearbeitet werden.

Mit dem Tag des Grabsteins möchte Initiator und Friedhofsexperte Alexander Hanel nun dieses Zeichen der Erinnerung in den Mittelpunkt stellen. Hanel, in deutschen Medien der meistgenannte Friedhofsexperte und Steinmetz, der ebenfalls den Friedhofskulturkongress, einen Fachkongress über die Zukunft der Friedhöfe, ins Leben gerufen hat, schuf mit Rokstyle das erste Fashionlabel für Grabsteine. Für dieses erhielt er mehrere Preise für Innovation, Design, Nachhaltigkeit und Qualität, wie beispielsweise den German Brand Award, den German Design Award, den Plus X Award, den Bestattungen Award und den Green Product Award. Mehr Informationen zum Tag des Grabsteins finden Interessierte unter www.tagdesgrabsteins.de.