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Home Sonderthemen Haus&Garten Sicherheit für die dunkle Jahreszeit
06:23 28.01.2019
Den Schutz der frühen Dämmerung nutzen Einbrecher in Herbst und Winter für ihre Beutezüge. Mit der Nachrüstung einer Alarmanlage können sich Hausbesitzer schützen. djd/LISTENER Sicherheitssysteme GmbH/shutterstock

Auch wenn die Einbruchzahlen in Deutschland rückläufig sind – die Gefahr, Opfer der Straftäter zu werden, ist weiterhin groß. Noch mehr gilt das in der dunklen Jahreszeit. Den Schutz der früh einsetzenden Dämmerung nutzen die Ganoven verstärkt, um sich unbemerkt Zutritt zu fremden Häusern zu verschaffen. Sie profitieren davon, dass ein Großteil der Eigenheime in Deutschland kaum über Sicherheitstechnik verfügt. Die Ausrüstung mit einer Alarmanlage beispielsweise ist jedoch auch kurzfristig noch möglich, um den Einbruchschutz im Altbau rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit auf ein technisch modernes Niveau zu bringen. Hausbesitzer, die jetzt investieren, können zudem von staatlichen Fördermitteln profitieren.

Nicht warten, bis es zu spät ist

Das Thema Sicherheit wird jedoch von vielen Immobilieneigentümern sträflich vernachlässigt, bestätigt Ralf Mikitta, Sicherheitsberater des Verbandes für Wohneigentum Baden- Württemberg und Experte beim Anbieter Micycle: „Viele tun erst dann etwas, wenn sie bereits einmal Opfer eines Einbruchs geworden sind. Schließlich beschäftigen die psychischen Folgen viele Opfer noch über Monate und länger.“


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Ein vorbeugender elektronischer Schutz kann vor dieser Erfahrung bewahren. Technisch ausgereifte Lösungen wie etwa die „Listener“-Alarmanlagen aus der Schweiz wurden entwickelt, um Einbruchversuche rechtzeitig zu erkennen und dann die Täter durch laute Alarmtöne in die Flucht zu schlagen, und zwar bevor sie überhaupt ins Eigenheim gelangen können. „Vor allem typische Schwachstellen wie Fenster und Türen im Erdgeschoss sowie leicht zugängliche Fenster und Balkontüren im Obergeschoss sollte man entsprechend absichern“, erklärt Mikitta weiter. Bei Funkanlagen sei dazu noch nicht einmal die nachträgliche Verlegung von Steuerleitungen erforderlich.

Zehn Punkte für mehr Sicherheit

Wer vorbeugend in Sicherheit investiert, kann für Maßnahmen zum Einbruchschutz zudem staatliche Fördermittel nutzen. Zu den Voraussetzungen gehört unter anderem, dass die installierte Sicherheitstechnik nach der Norm EN 50131 zertifiziert ist und dass der Antrag vor der eigentlichen Installation gestellt wird. In jedem Fall empfiehlt sich eine persönliche Beratung für einen individuell angepassten Schutz. Worauf es in Sachen Sicherheit grundlegend ankommt, hat Ralf Mikitta in einer 10-Punkte-Checkliste festgehalten. Sie ist als kostenfreier Download unter www.alarmanlage-einbruchschutz.de erhältlich. (djd)


Das Nachrüsten mit Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, auch ohne extra Dämmung und ohne das Austauschen aller Heizkörper im Haus, ist heute in den meisten Fällen dank effizienter Technik möglich. djd/Bundesverband Wärmepumpe e.V./Carlos Albuquerque
Das Nachrüsten mit Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, auch ohne extra Dämmung und ohne das Austauschen aller Heizkörper im Haus, ist heute in den meisten Fällen dank effizienter Technik möglich. djd/Bundesverband Wärmepumpe e.V./Carlos Albuquerque

Während Wärmepumpen bei Neubauten heute die bevorzugte Wahl der verbauten Heizungsversorgung ausmachen, ist die Möglichkeit, diese umweltfreundliche Wärme auch beim Modernisieren von Bestandsgebäuden einzubauen, noch nicht so weit verbreitet. Dabei bedeutet der Wechsel zu einem umweltschonenden Heizsystem eine enorme Wertsteigerung für das Gebäude, man leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und dank effizienter Technik, günstigeren Stromtarifen sowie staatlichen Zuschüssen ist die Wärmepumpe langfristig gesehen auch finanziell attraktiv geworden.

Welche Wärmepumpe ist für mein Haus geeignet?

Gerade weil die Wärmepumpentechnologie hohes Fachwissen und Erfahrung voraussetzt, ist es wichtig zu wissen, welche Anlage für das eigene Gebäude geeignet ist.

Unter www.waermepumpe.de sind alle Infos, die ersten Schritte zur Wärmepumpe sowie die Fachpartner in der Region aufgelistet, die aufgrund der baulichen Voraussetzungen, wie Grundstück, Dämmung des Gebäudes und vorhandener Heizung, entscheiden, welches System sich am besten eignet.

Kann ich meine alten Heizkörper verwenden?

Da die neueste Generation von Wärmepumpen auch mit einer Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius effizient läuft, ist sie auch für nicht optimal gedämmte Altbaugebäude geeignet. Grundsätzlich gilt: Je größer die Heizfläche dimensioniert wird, desto geringer kann die Vorlauftemperatur ausfallen, um die benötigte Wärmemenge in den Raum zu übertragen. Im Einzelfall kann vom Fachmann empfohlen werden, einzelne Heizkörper auszutauschen, um einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen.

Die Klimaanlage gleich mit integriert

Die Sommer werden heißer und im Jahr 2018 waren Ventilatoren in Deutschland nahezu ausverkauft. Wärmepumpen können bei Gebäuden mit Flächenheizung nicht nur im Winter heizen, sondern kühlen sparsam und angenehm im Sommer, ohne permanent Zugluft zu erzeugen.

Spezielle Stromtarife nutzen

Wer mit einer Wärmepumpe heizt, kann durch den Wechsel des Stromtarifs mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Mehr als 800 Energieversorger bieten diese speziellen Stromtarife für Wärmepumpen an. Zum Betreiben benötigt man einen Doppeltarifzähler. Die Daten können auf diversen Onlineportalen eingegeben und verglichen werden.

Im Jahr 2017 zahlten Verbraucher im Schnitt rund 22 Cent pro Kilowattstunde Wärmestrom, das hat die Bundesnetzagentur ermittelt. Der durchschnittliche Preis für Haushaltsstrom lag im gleichen Jahr bei rund 30 Cent und damit fast 30 Prozent höher.

Wer zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat und seinen eigenen Strom produziert, kann diesen zum Betrieb der Wärmepumpe verwenden und so die Betriebskosten weiter stark reduzieren. (djd)

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