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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Schutzimpfungen
00:00 08.11.2019
Bei einer Grippeschutzimpfung genügt eine einmalige Injektion. © goodluz/123RF

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen in der Medizin, um schweren Krankheiten vorzubeugen. Wir informieren Sie über die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

GRIPPE
NEU: Auf Empfehlung der STIKO können sich seit der Grippesaison 2018/2019 gesetzlich Krankenversicherte kostenlos mit dem Vierfachimpfstoff impfen lassen, wenn sie einer Risikogruppe angehören. Wer nicht dazu gehört, sich aber gerne damit impfen lassen möchte, sollte Absprache mit seinem Arzt und seiner Krankenkasse halten.

HINTERGRUND: Für die Grippesaison 2017/2018 wurde in erster Linie ein Dreifachimpfstoff mit geschwächten Erregern von zwei A- und einer B-Virus-Variante eingesetzt. Doch dieser schützte nicht vor einer weiteren vorherrschenden B-Variante, weshalb es in 2017/2018 eine große Zahl von Grippeerkrankten gab. Daher gibt es nun eine verbindliche Regelung für die Krankenkassen, den Vierfachimpfstoff anzuwenden.

HUMANE PAPILLOMAVIREN
NEU: Seit 2018 können sich nicht nur Mädchen, sondern auch alle Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren kostenlos gegen HPV impfen lassen. Eine Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren empfohlen.

HINTERGRUND: Humane Papillomaviren werden hauptsächlich durch Sexualkontakte übertragen und können vor allem am Gebärmutterhals Krebs verursachen. Da aber auch After, Penis sowie Mund und Rachen betroffen sein können, wurde die Impfempfehlung auf Jungen ausgeweitet. Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen.

GÜRTELROSE
NEU: Seit diesem Jahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten ab 60 Jahren beziehungsweise für chronisch Kranke ab 50 Jahren die Kosten für die Impfung gegen Gürtelrose mit einem Totimpfstoff.

HINTERGRUND: Gürtelrose zeigt sich meist in Form eines Bläschenausschlages rund um die Hüfte mit heftigen, mitunter länger andauernden Nervenschmerzen. Ursache sind Varizella-Zoster-Viren, die auch die Windpocken verursachen. Die meisten Erwachsenen ab einem Alter von 50 Jahren haben in ihrem Leben Windpocken durchgemacht. Die Viren sind aber mit Abklingen der Erkrankung nicht verschwunden, sondern nisten sich in den Nervenzellen ein. Wird das Immunsystem im Alter oder bei Krankheit schwächer, können die Viren wieder aktiv werden und Gürtelrose hervorrufen.

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