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Home Sonderthemen Sonstiges „Schrott ist nicht gleich Schrott“
21:03 16.11.2020
Der kleine Metallanalysator zeigt die wahren Werte von Schrottlieferungen. Photowerk

Ob Kabelreste, Metallstangen und -rohre oder auch ausgediente Produktionsmaschinen: Erst wenige Monate ist es her, dass das Unternehmen Struck Recycling an der Woltorfer Straße auf dem ehemaligen Clemens Hennies-Gelände in Peine seinen dritten Firmenstandort in Betrieb nahm. Doch die Resonanz ist trotz der Coronakrise bereits enorm. „Wir haben neben unseren Bestandskunden zahlreiche Neukunden akquiriert, aber auch Kleingewerbe und Privatleute werden zunehmend auf uns aufmerksam“, sagt Vertriebsleiter Marcel Struck.

Struck Recycling-Hof OHG

Das Erfolgsrezept? „Für uns als zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb ist Schrott nicht einfach nur Schrott, sondern ein wertvolles Gut“, betont Struck mit Blick auf einen Metallanalysator in Pistolengröße, mit dem die Lieferungen nach erster Sichtung genau „unter die Lupe“ genommen werden. „Binnen weniger Sekunden können damit die chemischen Zusammensetzungen und der jeweilige Werkstoff samt Legierung auf dem Display abgelesen und die Preise entsprechend gestaltet werden“, erläutert der Vertriebschef. Das heißt: Der angelieferte Metallschrott aus Kupfer, Aluminium, Messing, Zink, Blei, Nickel, Wolfram, Zinn und vielem mehr wird dem Lieferanten dann nicht pauschal nach Gewicht bezahlt, sondern genau analysiert und nach tagesaktuellen Werten vergütet. Daraus könnten sich erhebliche Preisunterschiede ergeben, denn Kupfer beispielsweise sei weitaus mehr wert als Blei oder auch Aluminium oder Messing. Damit gebe der Recycling-Hof Struck die höheren Preise, die sich mit dem Verkauf sortenreiner Chargen zur Schmelze in der Industrie erzielen lassen, an die Lieferanten vor Ort weiter. „Und die Idee kommt an“, weiß Struck. Denn das Vorgehen schaffe neue Anreize für Kleinunternehmer oder auch Privatleute, die Werkstatt, Dachboden oder auch Keller aufräumen und dabei auf Metallschrott stoßen, der auf den ersten Blick oft wertlos erscheint. Gleichzeitig sei die Rückführung in den Kreislauf ein entscheidender Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. sta
  

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