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Home Sonderthemen Aus der Geschäftswelt Peiner Unternehmen wollen Krise „Seite an Seite“ Meistern
10:31 25.05.2020
Petra Neumann und Harald Stolte zeigen die Gutscheine und das Hinweisschild, das in den teilnehmenden Geschäften hängt. Foto: Peine-Marketing GmbH

Not macht bekanntlich erfinderisch. Und so hat das Coronavirus das öffentliche, wirtschaftliche und soziale Leben zwar eine Zeit lang völlig lahmgelegt, doch bei zahlreichen Unternehmen im Peiner Land auch zu einer erstaunlichen Kreativität und vielen neuen Geschäftsideen geführt.

Die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht, mit welcher enormen Dynamik Unternehmen im Peiner Land auch oder gerade in Krisenzeiten ans Werk gehen können. Denn das Coronavirus hat die gesamte Wirtschaft förmlich auf den Kopf gestellt und zu zahlreichen Neu- und Umstrukturierungen geführt: Restaurants wurden plötzlich zu erfolgreichen Lieferdiensten, der Einzelhandel nutzte Messenger-Dienste als Präsentations- und Verkaufsplattform, industrielle Betriebe stellten ihre Produktionen auf neue Produkte um und es ergaben sich Unternehmenskooperationen, die noch wenige Monate zuvor schier undenkbar gewesen wären.

Auch Wirtschaft und Politik rücken enger zusammen, schmieden Seite an Seite Pläne und suchen nach immer wieder neuen Ideen, wie sich bedrohte Existenzen und auch der Wirtschaftsstandort retten lassen.

Dr. Paul, Hartmann & Coll. GmbH - PHC

STÄDTISCHE GUTSCHEINAKTION

Eine davon ist die bundesweit einzigartige Gutscheinaktion der Stadt Peine unter dem Motto #Peinehältzusammen. So hat in den vergangenen Wochen jeder Peiner Bürger per Post einen 10-Euro-Gutschein erhalten, den er bis zum 13. Juni in einem der insgesamt 120 teilnehmenden Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung, Einzelhandel und Gastronomie einlösen kann. Insgesamt stellt die Stadt dafür nach einem Ratsbeschluss mit einer Enthaltung 535.000 Euro zur Verfügung, um durch die Corona-Krise gebeutelte Firmen zu unterstützen.

Umgesetzt hat das Großprojekt die städtische Tochter Peine Marketing. Doch auch zahlreiche andere örtliche Firmen und Partner waren in die Abläufe involviert: die Kaufmannsgilde, der Rat der Stadt Peine sowie weitere lokale Dienstleister aus der Region.

So zum Beispiel auch das Medienhaus Mad sack Medien Ostniedersachsen (MMO), zu dem auch die Peiner Allgemeine Zeitung gehört. Die Tochtergesellschaft der hannoverschen Madsack Mediengruppe zeichnete für den Druck der Gutscheinkarten sowie die Zustellung und die mediale Kommunikation verantwortlich.

#SUPPORTYOURLOCAL

Die Gutscheine können unter anderem in Geschäften der Peiner Fußgängerzone eingelöst werden. Foto: PeineMarketing GmbH
Die Gutscheine können unter anderem in Geschäften der Peiner Fußgängerzone eingelöst werden. Foto: PeineMarketing GmbH

Darüber hinaus begleitet die PAZ ihre Leser und Kunden aber auch mit einer eigenen Aktion durch die Krise, denn: Gleich zu Beginn des Lockdowns rief sie die Internetplattform namens #supportyourlocal ins Leben, auf der sich lokale Unternehmen kostenlos registrieren, auf sich aufmerksam machen und entsprechende Produkt- und Dienstleistungsangebote, die sie trotz Schließung auf völlig neuen Wegen an den Mann oder die Frau bringen wollten, präsentieren können. Mit Erfolg, denn der Andrang war und ist riesig: Knapp 150 Unternehmen aus dem Peiner Land haben das Angebot bereits genutzt und die Seite Schritt für Schritt zu einem stattlichen Branchenbuch anwachsen lassen, das kontinuierlich weiterentwickelt und in den Printbereich ausgedehnt wird. „Ziel dabei ist es, Gewerbetreibende und deren Ideen mit den Kunden zusammenzubringen, um Erfolgswege weiterhin auf- und auszubauen“, betont Firl.

Volksbank BraWo

UNTERNEHMEN BRAUCHEN HILFE

Um den wirtschaftlichen Erfolg trotz Krise geht es aber auch und vor allem bei dem Peine-Gutschein. Denn die Initiatoren – und mit ihnen Harald Stolte und Petra Neumann von der Stadt Peine – hoffen, dass die Besitzer des Gutscheins nicht nur für die 10 Euro einkaufen gehen, sondern mehr investieren, um die Unternehmen vor Ort zu retten und zu stärken.

Denn die heimischen Geschäfte hätten gerade jetzt in der Corona-Krise dringend Hilfe nötig.
    

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