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Home Sonderthemen Sonstiges Die Tat und das Trauma
16:48 19.11.2018

Von Julius Heinrichs und Katja Fischer

Als sie es hört, ist ihr Tee noch warm. Viktoria, die ihren echten Namen nicht verraten will, trinkt davon und überlegt: schweigen oder pöbeln? Es ist Nacht, gleich 1 Uhr. Warum zur Hölle gelten Nachtzeiten nicht für Studenten-WGs? Warum dieses ständige Gepolter? Warum jetzt noch? Egal, was soll’s. Noch ein Schluck Tee, dann legt sich Viktoria ins Bett, steckt den Kopf unter das Kopfkissen. Kurz darauf vibriert ihr Handy. Die Mitbewohnerin schreibt. „Bist du das?“ „Nein.“ „Mist.“

Wer auch immer da poltert, er gehört nicht zur WG. „Leg dich hin und tu, als ob du schläfst.“ Keine Antwort, weil der Fremde die Zimmer wechselt. Viktoria presst sich auf ihre Matratze, als könne sie das unsichtbar machen. Dann öffnet sich auch ihre Tür. Viktoria liegt verkrampft da, traut sich nicht, die Augen zu öffnen, versucht, gezwungen ruhig zu atmen, schwitzt. Ihr Kopf ist so voll mit Gedanken, dass jede Erinnerung an diesen Moment ihr später schwerfallen wird.

Zehn Minuten später ist alles vorbei, 15 Minuten später hat sie die Polizei alarmiert, 20 Minuten später sitzen Viktoria und ihre Mitbewohnerin in der Küche und trinken eine neue Tasse Tee. Viktoria weint, ihre Mitbewohnerin ebenfalls. Die beiden Studentinnen sind Opfer eines Einbruchs geworden. Beide Laptops sind weg, ein Portemonnaie, sogar einige Haushaltsgegenstände.


15 bis 20 Prozent der Einbruchsopfer leiden langfristig unter Ängsten.


Was, wenn es wieder passiert?

Viktoria und ihre Mitbewohnerin reden jetzt über das, was jeder weiß – und was sie bisher nicht interessierte. Dass sie das Küchenfenster hätten sichern müssen, dass man es nicht kippen darf. Nicht nachts. Nicht im Erdgeschoss. Nicht in Leipzig-Reudnitz, wo die beiden wohnen. Dass sie verdammtes Glück gehabt haben. Und sie sagen noch etwas: dass sie sich in ihrer eigenen Wohnung unwohl fühlen. Sie haben Angst. Was, wenn es wieder passiert?

Dieser Gedanke ist zunächst leise, er wird jedoch umso lauter, je öfter Viktoria den Abend durchgeht. Die Polizisten sagen, dass Einbrecher in eine Wohnung oft mehrmals einsteigen. Ihre Eltern, die auf dem Dorf wohnen, sagen, sie solle raus aus der Großstadt. Ihre Freunde meinen, das wäre zu viel für sie. Drei Monate später lebt Viktoria in einer neuen Wohnung in einer besseren Wohngegend, Leipzig-Gohlis, in einer oberen Etage.


Von Dirk von der Heide

Wie Umfragen aus den vergangenen Jahren zeigen, haben viele Menschen Angst davor, im Alter arm zu sein. Nach dem letzten Armuts- und Reichtumsbericht sehen zwei Drittel der Deutschen hier ein hohes oder sehr hohes Risiko. Aber sind diese Ängste in diesem Maße begründet? Wenn man sich die Zahl derjenigen anschaut, die heute im Alter Grundsicherung beziehen und damit staatliche Hilfe bekommen, sicherlich nicht.

Rund 3 Prozent der über 65-Jährigen erhalten heute Grundsicherung, weil sie nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Allerdings wird ihr Anteil voraussichtlich steigen – nach einer von der Rentenversicherung in Auftrag gegebenen Studie bis 2030 auf bis zu 5,5 Prozent. Das heißt aber auch: Mehr als 94 Prozent der künftigen Rentnergeneration verfügen über so viel Einkommen, dass sie keine ergänzende Grundsicherung beziehen müssen.

Dennoch sollte man früh Schritte unternehmen, um eine Absicherung im Alter sicherzustellen. Dabei sollte man sich vor allem auf die Gruppen konzentrieren, bei denen schon heute das Risiko, im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein, höher ist als im Durchschnitt. Bei der Risikogruppe der Erwerbsminderungsrentner hat es bereits deutliche Verbesserungen gegeben, weitere sind geplant.

Im Blick behalten sollte man aber auch, dass die Menschen bereits im Erwerbsleben ein ausreichendes Einkommen haben und so auch Rentenansprüche erwerben, die Armut im Alter verhindern. Hier sind mit der Einführung des Mindestlohns und der Versicherungspflicht für Minijobs bereits Schritte unternommen worden.

Dirk von der Heide ist Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin.


Die Sicherheits-Apps für Android-Geräte bieten meist ein umfangreiches Paket, das neben dem obligatorischen Virenscanner weitere Funktionen beinhaltet. Hiermit kann man auch Back-ups erstellen, Verschlüsselungen vornehmen, die Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen überprüfen lassen, Telefonnummern und SMS blockieren, das Gerät aus der Ferne orten und sperren oder eine Kindersicherung aktivieren. Apple-Nutzer haben es da etwas einfacher, da einige Funktionen, wie etwa das automatische Anlegen von Back-ups oder eine Kindersicherung, bereits auf dem iPhone vorinstalliert sind. Darüber hinaus gibt es auch Sicherheits-Apps im App Store, mit denen man etwa das Gerät orten oder öffentliche WLAN-Verbindungen überprüfen kann. Virenschutz-Apps sind über den App Store dagegen nicht erhältlich. Besondere Vorsicht ist darüber hinaus etwa beim Anklicken von Links in E-Mails, aber auch beim Herunterladen von Daten und Dokumenten geboten. Und wer sich ab und an – etwa während des Autofahrens oder der Arbeit – vor sich selbst schützen will, installiert eine App, die bestimmte Handyfunktionen vorübergehend blockiert oder einschränkt.

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