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Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

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01:05 06.03.2021
Illustrationen: ekapanova/123RF

Hört man mich?“ Das fragen die Mediendesign-Studenten aus dem fünften Semester an der Ostfalia in Salzgitter-Calbecht sich und die Besucher ihrer Jahresausstellung. Diese hat sich in den vergangenen elf Jahren zu einer Institution entwickelt. Studierende sind in dieser Zeit kaum ansprechbar, denn alles dreht sich um das Fertigstellen der kreativen Arbeiten, die sie präsentieren dürfen – nicht nur ihrem Professor, sondern auch der ganzen Hochschule.

Doch 2021 ist bekanntlich alles anders. In diesem Jahr lässt sich die Schau nicht anfassen, zum ersten Mal steigt sie rein virtuell. Weil Präsenzveranstaltungen in diesen Tagen nicht infrage kommen, mussten Professor Klaus Neuburg und seine Studenten umdenken und improvisieren. Und so lautet das Motto der Ausstellung auch „Prototyp“. Gut 30 Arbeiten aus den Bereichen Film und Video, Animation, Interaktive Medien und Print werden bis zum 19. März erstmals nur online gezeigt.


„Hört man mich?“ nennt sich der Podcast, den die Beteiligten dazu entworfen haben. Die Bandbreite ihrer Arbeiten ist vielfältig. So gibt es unter den Audiovisuellen Medien das Horrorhörspiel „Nachtwache“ rund um einen Auszubildenden oder die autobiografische Kurz-Dokumentation über ein Hospiz. Bei den interaktive Medien lädt mit „Discover Japan“ ein fiktives Online-Reiseportal zur Planung ein, „A Heroes Tale“ ist ein Spiel über mentale Erkrankungen. Im Printbereich wurde die Marke „ Foxdevilswild“ als Merchandising für ein „regionales Wanderfestival“ erfunden oder beschäftigt sich das Kinderbuch „Traurig sein!“ mit der Trauerbewältigung.

„Design heißt, Lösungen für Probleme zu entwickeln. Ein wichtiges Werkzeug dabei ist der ‚Prototyp‘ als eine schnelle erste Version eines Konzeptes. Abstrakte Ideen werden dadurch konkret, können evaluiert und schon im nächsten Schritt wieder weiterentwickelt werden“, so Professor Klaus Neuburg, unter dessen Anleitung die etwa 40 Studierenden aus dem fünften Semester Mediendesign die Ausstellung organisieren. Alles lief digital, die Protagonisten konnten sich nicht einmal treffen. Dennoch ist der Professor voll des Lobes für die Zusammenarbeit und den ständigen Austausch.

Einen Vorteil bringt die virtuelle Präsentation mit sich. Sie beschränkt sich nicht auf die Hochschule, die Entwürfe und Ideen aus Salzgitter sind überall in der Welt zu sehen. Wer sich die Ergebnisse anschauen möchte, klicke auf www.endpraese.de. Wer wissen möchte, welches die besten Arbeiten sind, braucht aller dings ein bisschen Geduld: Als Höhepunkt der Ausstellung werden die Gewinner in den drei Kategorien am 19. März um 19 Uhr im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Livestream gewürdigt.

Die Stadt Salzgitter und die Öffentliche Versicherung Braunschweig als Unterstützer loben ein Gesamtpreisgeld von 3.000 Euro aus. An einen Publikumspreis ist ebenfalls gedacht. Der soll an die Arbeit gehen, die die meisten Klicks bekommt.
       

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