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Home Sonderthemen Aus der Geschäftswelt Nachwuchskräfte: Unternehmen können sich Ausbildungsprämie sichern
15:17 15.09.2020
Unternehmen, die auch in der Krisenzeit weiter ausbilden, können von staatlichen Zuschüssen profitieren. Foto: Agentur für Arbeit

Der Bund hat für das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ 500 Millionen Fördergelder für kleinere und mittlere Ausbildungsbetriebe bereitgestellt. Denn es ist unumstritten: Die Ausbildung von Nachwuchskräften ist die wichtigste Säule, auf der das Thema Fachkräftesicherung beruht.

Der Fachkräftemangel ist in nahezu jeder Branche zu spüren und das Bewusstsein für die Ausbildung junger Nachwuchskräfte ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Doch insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Engagement der Betriebe für den Berufsstart junger Menschen auch finanziell eine enorme Herausforderung. Daher können kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die diese Aufgabe in der jetzigen Zeit auf sich nehmen, mit Unterstützung des Bundes rechnen. Mit der Auszahlung der Mittel zur Ausbildungsprämie ist die Bundesagentur für Arbeit mit ihren lokalen Agenturen für Arbeit beauftragt worden.

KEIN RECHTSANSPRUCH

Wichtig zu wissen ist dabei allerdings, dass es keinen Rechtsanspruch auf die Förderung gibt. Wichtig ist vielmehr, dass die potenziellen Ausbildungsbetriebe die Antragsunterlagen zeitnah und vor allem vollständig bei der zuständigen Arbeitsagentur einreichen. Denn der Antrag gilt nur als gestellt, wenn wirklich ausnahmslos alle notwendigen Anlagen dabei sind. „Die entsprechenden Teams beraten und unterstützen gern, um bei Arbeitgebern das Ausbildungsplatzangebot zu stabilisieren und die Perspektiven für junge Menschen am Ausbildungsmarkt zu sichern“, heißt es bei den Verantwortlichen.

AUSBILDUNGSNIVEAU BLEIBT

Die erste Förderrichtlinie richtet sich an Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Sie enthält Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 beziehungsweise 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat – ihr Ausbildungsniveau halten beziehungsweise erhöhen.

„Stark betroffen“ heißt: Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Alternativ dazu gibt es die sogenannte Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge, die mit jeweils 3.000 Euro bezuschusst werden.

STAATLICH ANERKANNTE BERUFE

Grundsätzlich kommen für die Förderung KMU infrage, die in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen, in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/oder Altenpflegegesetz oder in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes- und landesrechtlich geregelt sind, ausbilden. Außerdem gibt es Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Lehrlinge und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schickt. Und letztlich sind auch Übernahmeprämien für Betriebe vorgesehen, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.

Die Antragsunterlagen sowie weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen

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