Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Mit dem Rauchen aufhören: So stark profitiert der Körper
11:34 26.03.2019

Von Antje Ehlers 

PEINE. Aktuell rauchen in Deutschland etwa 25 Prozent der Bevölkerung über dem 15. Lebensjahr (Frauen 21, Männer 30 Prozent). Die meisten haben als Jugendliche begonnen. Täglich sterben in Deutschland etwa 330 Menschen an den Folgen des Tabakrauchens, weiß Dr. Peter- Maximilian Müller-Marhenke, Lungenfacharzt und Leitender Oberarzt für Kardiologie und Pneumologie im Klinikum Peine. „Nicht alle Auswirkungen des Rauchens sind allgemein bekannt. So wissen viele Raucher nicht, dass ihre Haut faltig wird und das Gesicht früher altert“, berichtet Dr. Müller-Marhenke aus seiner Erfahrung.

Als Auswirkungen für den Tabakkonsum nennt der Arzt zum Beispiel ein erhöhte Risiken für Lungenkrebs, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen (Folge: „Raucherbein“), schwere chronische Bronchitis mit Atemnot bei kleinen Anstrengungen,Unfruchtbarkeit und Impotenz sowie schnellere Alterung der Haut.

Peter-Maximilian Müller-Marhenke
Peter-Maximilian Müller-Marhenke

Etwa zwei Drittel der aktuell Rauchenden haben mindestens einen Versuch unternommen, das Rauchen zu beenden. Viele Versuche erfolgen ohne formale Hilfestellung und sind zudem oft spontan oder ungeplant. Deshalb benötigen viele Raucher mehrere Aufhör-Versuche.

Grund für die häufigen Rückfälle ist die doppelte Sucht des Tabakrauchers. Zum einen führt Nikotin zu einer körperlichen Abhängigkeit, zum anderen besteht eine komplexe psychische Abhängigkeit durch langjährig erworbene Gewohnheiten, wie zum Beispiel die „Zigarette nach dem Essen“. „Insbesondere diese psychische Abhängigkeit erklärt die große Rückfallgefahr“, so der Arzt.

Ist der Vorsatz einmal gefasst, mit dem Rauchen aufzuhören, können Nikotinersatzprodukte wie Pflaster, Kaugummis oder Nikotinspray helfen. Diese Produkte machen den Nikotinentzug deutlich erträglicher und sollten etwa drei Monate benutzt werden.

Außerdem sollte man sich die Situationen vor Augen führen, in denen man besonders anfällig für eine Zigarette ist. Es ist hilfreich, in Momenten der Versuchung eine „Ersatzbefriedigung“ griffbereit zu haben (Stück Obst, zuckerfreies Kaugummi oder ähnliches).

Orte und Menschen, die einen zum Rauchen animieren, müssen gemieden werden. Immer wieder sollte man sich die Gründe ins Gedächtnis rufen, warum man mit dem Rauchen aufhören möchte. Dabei ist es hilfreich, diese Gründe vorher notiert zu haben. Professionelle Unterstützung gibt es in Tabak-Entwöhnkursen, bei denen oft Krankenkassen anteilig die Kosten erstatten. „Und Raucher sollten daran denken, wie viel Geld sie bei einem Verzicht sparen“, erinnert der Fachmann.

1. Setzen Sie sich ein Datum innerhalb der kommenden drei Wochen in einer möglichst stressfreien Zeit.
2. Nutzen Sie professionelle Hilfe (zum Beispiel Kurse, Rauchertelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).
3. Brechen Sie mit alten Gewohnheiten. Rauchutensilien wegwerfen. Zuckerfreies Kaugummi oder ähnliches in Momenten der Versuchung.
4. Vermeiden Sie Situationen, die fest mit dem Rauchen verbunden sind.
5. Lernen Sie, mit Entzugserscheinungen umzugehen.
6. Nutzen Sie medikamentöse Unterstützung (Nikotinersatzprodukte).
7. Achten Sie auf Ihre Ernährung. Greifen Sie bei Heißhunger nach zuckerfreien Kaugummis und kalorienarmen Süßigkeiten.
8. Bewegen Sie sich! Treiben Sie Sport! Sie werden übrigens schon nach wenigen Tagen besser Luft bekommen.
9. Belohnen Sie sich! Gönnen Sie sich etwas von dem Geld, das Sie nicht für Zigaretten ausgegeben haben.
10. Seien Sie stolz auf sich! Glaube Sie an sich. Ihre Freunde werden Sie beglückwünschen.

Faszientraining ist auch an speziellen Trainingsgeräten möglich. FOTO: EGYM GMBH
Faszientraining ist auch an speziellen Trainingsgeräten möglich. FOTO: EGYM GMBH

PEINE. Claudia Schiffer, Bastian Schweinsteiger tun es genauso wie Dirk Nowitzki: Sie bringen ihre Körper mit Faszientraining in Form. Zahlreiche Physiotherapeuten, Yoga-Lehrer und Fitnessstudios schwören auf diese Methode. Jährlich werden Hunderte von wissenschaftlichen Artikeln und Studien zum Thema veröffentlicht.

„Faszien sind das, was unseren Körper im Innersten zusammenhält. Das kollagene Bindegewebsnetzwerk verbindet Knochen, Muskeln, Sehnen und Organe. Außerdem enthält die höchstens drei Millimeter dicke Schicht aus Elastin, Kollagen und Bindegewebszellen auch Nervenenden, die Informationen wie Schmerz übermitteln“, erklärt A-Lizenz-Trainerin Lisa Langeheine.

„Jeder von uns hat Muskelfaszien schon mal gesehen. Wer zum Beispiel ein Steak aufmerksam betrachtet, hat sie schnell entdeckt: Es handelt sich um diese weiße widerstandsfähige Haut, die wie eine Hülle um das Fleisch gewickelt ist“, ergänzt die Fitnesstrainerin.

Lisa Langeheine
Lisa Langeheine

„Faszien haben vier Grundfunktionen: formen, bewegen, kommunizieren und versorgen. Diese Funktionen müssen als ganzheitliches System miteinander arbeiten. Daraus ergeben sich verschiedene Trainingsreize, die wir bei der Trainingsplanung berücksichtigen sollten. Auch für die Körperhaltung spielen die Faszien eine wichtige Rolle. Wenn Menschen die Faszien falsch oder zu viel belasten, sich zu wenig bewegen, können diese verkleben. Mögliche Folgen sind Gelenkoder Rückenschmerzen, Verspannungen, Taubheitsgefühl oder eingeschränkte Beweglichkeit“, so die Expertin des Physiofit.

Muskelfaszien sind trainierbar und therapierbar – egal ob mit oder ohne sogenannte Faszienrolle. Wer sich ans Faszientraining herantasten will, dem empfiehlt Langeheine spezielle Kurse bei ausgebildeten Trainern zu besuchen.

„Mit Sicherheit kann man sagen, dass sich Wohlbefinden und Körperbewusstsein schon nach der ersten Einheit deutlich verbessern werden, auch wenn zu Beginn eine Spur von Muskel- beziehungsweise Faszienkater auftreten kann. Wer seinen Faszien längerfristig etwas Gutes tun will, sollte regelmäßig zwei- bis dreimal wöchentlich ein faszienbetontes Training durchführen. Im Physiofit wird noch in diesem Jahr ein spezieller Bereich für ärztlich empfohlenes Beweglichkeitstraining entstehen. Auch hier werden die Faszien gezielt gedehnt. So wird das Kraft- und Ausdauertraining ideal abgerundet“, ist Langeheine überzeugt.

3
/
3
Datenschutz