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14:27 26.04.2021
Die Freifläche am Klesmerplatz: Die Wohnbau plant ein dreistöckiges Wohnhaus. Foto: rk

Salzgitter. Für den Bauplatz im Herzen der Altstadt in Salzgitter-Bad zeichnet sich eine Lösung ab. Für die Bebauung der Freifläche an der Marktstraße 4-6 liegen drei Vorschläge auf dem Tisch, von denen einer kommenden Monat politisch beraten und beschlossen werden soll. Ob der Ortsrat Süd aber am 2. Mai und der Stadtrat am 26. Mai zusammenkommen, ist mit Blick auf die Corona-Pandemie fraglich. In jedem Fall soll die Wohnbau Salzgitter als Tochterfirma der Stadt in dieser wichtige Frage auf eine Entscheidung der Politik warten. Die Vorgeschichte ist bekannt. Ein Feuer zerstörte im April 2019 das Gebäude, ein Wiederaufbau war wirtschaftlich nicht möglich. Die Eigentümer verkauften das Grundstück an die Wohnbau, die dort ein städtebaulich tragbaren Komplex errichten will. Sie legt nun drei Varianten für ein dreistöckiges Wohnhaus auf den Tisch, die sich architektonisch und damit auch bei den Kosten unterscheiden.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat sich schon festgelegt, entsprechend sieht auch der Vorschlag der Verwaltung aus. Er plädiert für Lösung zwei. Sie kostet 5,1 Millionen Euro, die sich aber über die Mieteinnahmen wieder einspielen lassen und damit die Stadt als möglichen Zuschussgeber nicht belasten. Insgesamt gut 1.100 Quadramteter Wohnraum sind danach geplant, verteilt auf zehn Wohnungen. Der Mietpreis würde später an der „Obergrenze des Machbaren“ bei zehn bis elf Euro pro Quadratmeter liegen. Wohnbau-Geschäftsführer Jens Bischoff ist dennoch zuversichtlich, dafür genügend Abnehmer zu finden. „Die werden wir los.“ Hinzu kommen gut 270 Quadratmeter für eine Arztpraxis, für die es schon Interessenten gibt.

Lösung eins wäre mit 4,1 Millionen Euro etwas günstiger, wurde schon im Winter vorgestellt und gefiel vielen Politikern nicht. Das teuerste Modell ist Lösung drei mit 5,5 Millionen Euro und offenbart mehr Fachwerk-Optik. Allerdings springen nur 950 Quadratmeter Wohnraum heraus, die Ausgaben ließen sich deshalb nicht allein über den Mitpreis reinholen. Ohne Finanzhilfe der Stadt wäre diese Variante nicht zu verwirklichen, heißt es von Seiten der Wohnbau.

Den Politikern und Politikerinnen liegen die drei Vorschläge seit dem 9. April vor, der OB spricht sich für eine öffentliche Debatte aus. Sollten die Sitzungen verschoben werden, müsse die Wohnbau noch warten, so Frank Klingebiel. Erst wenn über die Variante beschlossen ist, kann sie das Verfahren voran bringen und einen Bauantrag einreichen. Fällt eine Entscheidung vor der Sommerpause, könnte Baubeginn noch 2021 sein, so Jens Bischoff.

Mit der Fertigstellung wäre dann Mitte 2023 zu rechnen. Roland Weiterer