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11:15 30.03.2021

Genau 7.715 Auszubildende gibt es aktuell im Dachdeckerhandwerk in Deutschland – über alle drei Lehrjahre hinweg. „Das ist ein deutlicher Zuwachs von rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, freut sich Rolf Fuhrmann (Foto), stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH): „Im letzten Jahr lernten zur gleichen Zeit 7.228 junge Menschen das Dachdeckerhandwerk, wir haben also fast 500 junge Menschen dazu gewonnen. Und dies in dem schwierigen Pandemiejahr, wo Messebesuche oder Aktionen in Schulen ja größtenteils ausgefallen sind“, so Fuhrmann weiter. Eine mögliche Erklärung für das gute Abschneiden trotz großer Konkurrenz auf dem Nachwuchsmarkt könne die Botschaft gewesen sein, dass das Dachdeckerhandwerk krisensicher sei und auch in Pandemiezeiten fast uneingeschränkt gearbeitet werden konnte.

Fachkräftemangel bleibt weiterhin Problem

Ergänzend dazu bringt Fuhrmann weitere Erfolgsmeldungen: „Die Zahl der Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr ist zum vierten Mal in Folge gestiegen: In den Vergleichsjahren 2017/2018 um 7 Prozent, 2018/19 kamen über 11 Prozent dazu, 2019/2020 waren es rund 3 Prozent mehr und aktuell freuen wir uns über einen Zuwachs von über 5 Prozent.“

Eine weitere positive Entwicklung, die für einen attraktiven Ausbildungsberuf spreche, sei der ebenfalls steigende Anteil von weiblichen Auszubildenden: „Vergangenes Jahr entschieden sich 147 junge Frauen für eine Dachdeckerlehre, jetzt sind es 166, die sich zur Dachdeckerin ausbilden lassen, das entspricht einer Zunahme von 13 Prozent“. Allerdings liege der Gesamtanteil von Frauen in der Dachdecker-Ausbildung bei immer noch sehr geringen 2 Prozent. Insgesamt dürfe man in den Bemühungen um den Nachwuchs nicht nachlassen, denn trotz dieser positiven Zahlen herrsche immer noch ein Nachwuchs- und Fachkräftemangel, macht Fuhrmann deutlich, der im Verband für den Bereich Berufsbildung verantwortlich zeichnet. Das mache auch den Dachdecker-Betrieben laut einer ZVDH-internen Umfrage große Sorgen. Daher verstärke man in diesem Jahr wieder die bundesweiten Nachwuchsaktionen auf allen Kanälen, und hoffe natürlich, auch bald wieder Präsenz auf Messen und in Schulen zeigen zu können, so Rolf Fuhrmann.

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