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Home Sonderthemen Haus&Garten Klimaanlagen sind wahre Stromfresser
11:17 25.08.2020
Natürliche und umweltschonende Alternativen zu stromfressenden Klimageräten sind beispielsweise eine gute Wärmedämmung und Dachbegrünungen. Foto: Optigrün/BHW Bausparkasse

Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland jährlich rund 140.000 Klimageräte verkauft. Doch die Klimatisierung von Räumen hat Schattenseiten: Sie verbraucht viel Strom, produziert CO2 und heizt die Umwelt auf. Ein Umdenken ist notwendig.

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Bereits jetzt fließt laut der Internationalen Energieagentur (IEA) ein Zehntel des weltweit verbrauchten Stroms in Klimaanlagen und Ventilatoren. Je nach Modell können Klimageräte zum größten Stromverbraucher im Haushalt werden. Im Prinzip funktionieren sie wie Kühlschränke. Statt der 150 bis 200 Liter eines Kühlschranks müssen jedoch ganze Räume gekühlt werden. Bei nur 30 Tagen Laufzeit im Jahr ergibt sich so ein zusätzlicher Stromverbrauch von 220 kWh/a. So viel verbraucht ein moderner Kühlschrank das ganze Jahr über nicht. In großen Städten, die aufgrund der dichten Bebauung als Hitzeinseln gelten, treiben Klimaanlagen die Temperaturen weiter in die Höhe.

Höhere Außentemperaturen durch Klimageräte

Zwar wird es drinnen kühler, außen aber heizt ihr Betrieb Luft und Umgebung auf. Laut Bundesumweltamt verbrauchen mobile Klimageräte 20- bis 50-mal mehr Strom als Ventilatoren. Zudem können sie Keime aus dem Befeuchterwasser verbreiten, wenn dieses nicht regelmäßig ausgetauscht wird. Umweltschutzorganisationen wie der BUND oder auch die Verbraucherzentralen empfehlen zum Kühlen daher den Einsatz kleiner Ventilatoren. Die Stromkosten liegen für ungefähr 500 Betriebsstunden bei nur fünf bis zehn Euro pro Jahr. Außen angebrachter Sonnenschutz wie Jalousien, Fassaden- und Dachbegrünung sowie richtiges Lüften setzen vorher an: Sie verhindern das Aufheizen der Innenräume und schaffen auch an heißen Tagen ein angenehmes Wohnklima.

Hitze draußen lassen

Am meisten betroffen von Hitzewellen wie auch von frostiger Kälte sind die Bewohner schlecht gedämmter Häuser, die sich bei extremen Außentemperaturen stark aufheizen oder abkühlen. „In eine gute Wärmedämmung zu investieren, ist daher eine kluge und umsichtige Investition. Die Dämmung verringert die Wärmeleitung ins Gebäudeinnere und schützt auch effektiv vor Kälte“, erläutert Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Zudem wird die Sanierung staatlich gefördert.
      

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