Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Home Sonderthemen Haus&Garten So kommt der Garten ganz groß raus
11:04 29.03.2019
Kleiner Garten ganz groß: Beete oder Steinmauern gliedern den Garten und verleihen auch kleinen Flächen mehr optische Tiefe. Foto: djd/STIHL

Zum Wohlfühlen unter freiem Himmel braucht es nicht viel Platz: Auch kleinere Gärten rund ums Eigenheim lassen sich gemütlich und wohnlich gestalten. Gefragt sind dafür eine durchdachte Planung sowie eine angepasste und am besten wenig pflegeintensive Bepflanzung. Hier gibt es Tipps im Überblick.

Niemand möchte sich beim sonntäglichen Frühstück auf der Terrasse auf den Teller schauen lassen. Gerade in kleineren Gärten, wo der Nachbar oder die Straße nicht weit entfernt sind, gilt es, die Privatsphäre durch einen guten Sichtschutz zu sichern. Allerdings lassen hohe Zäune die ohnehin geringe Fläche oft gedrungen und dunkel wirken. Als Alternative bietet sich ein grüner Sichtschutz an, etwa mit üppigem Kirschlorbeer, pflegeleichter Thuja oder individuell geplanten Beeten. Bambus und Gräser wachsen schnell und schirmen Blicke gut ab.



Hier noch ein Blumenkübel, dort die selbst gezogenen Tomaten: Viele können vom Gärtnern gar nicht genug bekommen. Ist der Platz jedoch knapp bemessen, sollte man auf Freiräume achten, sagt Stihl-Gartenexperte Jens Gärtner: „Weniger ist mehr. Empfehlenswert ist es, sich auf einige Schwerpunkte bei der Bepflanzung zu konzentrieren.“ Hochbeete beispielsweise sind ein Blickfang in jedem Garten, strukturieren die Fläche und lassen sich zum eigenen Gemüseanbau nutzen.

Kleine Tricks helfen, die Gartenfläche größer wirken zu lassen. Für Tiefe und Struktur sorgen niedrige Hecken oder Trockenmauern. Letztere lassen sich einfach selbst aufbauen und sind besonders pflegeleicht. Hilfreich ist es zudem, Wege nicht schnurgerade, sondern beispielsweise diagonal verlaufen zu lassen. Insbesondere lange, schmale Flächen werden dadurch optisch vergrößert.

Vor dem Pflanzen hilft es, einen genauen Plan anzulegen, rät Jens Gärtner. „Bei kleinen Gärten sollte man bei Bäumen, Büschen und Hecken unterschiedliche Wuchshöhen miteinander kombinieren.“ Und damit das Grün nicht zu üppig wuchert und die Gartenfläche optisch erstickt, ist auf einen regelmäßigen Rückschnitt zu achten.

Weil in Wohngebieten mit kleinen Gärten der nächste Nachbar meist nicht weit entfernt wohnt, ist Rücksichtnahme umso wichtiger. Akkubetriebene Geräte etwa für den Heckenschnitt sind deutlich leiser und somit nachbarschaftsfreundlicher als Benzinmodelle. djd

Nur ungefüllte und halbgefüllte Blüten bieten Honig- und Wildbienen freien Zugang zu den Staubgefäßen und damit zu den Pollen. Foto:djd/www.rosen-tantau.com/ Stefan Schulze
Nur ungefüllte und halbgefüllte Blüten bieten Honig- und Wildbienen freien Zugang zu den Staubgefäßen und damit zu den Pollen. Foto:djd/www.rosen-tantau.com/ Stefan Schulze

Dass das Bienensterben uns Menschen früher oder später direkt betreffen wird, betonen Imker und Wissenschaftler jedes Jahr aufs Neue. Pestizide und Insektizide sorgen für den Rückgang der fleißigen Pollensammler. Aber zum Rückgang trägt eben auch bei, dass die Bienen und Hummeln auf landwirtschaftlichen Monokulturen und in minimalistischen Hausgärten einfach nicht mehr genug Nahrung finden. Um die Bienen bei ihrer Nahrungssuche im heimischen Garten zu unterstützen, sollte man auf chemischen Pflanzenschutz verzichten. Empfehlenswert sind biologische Maßnahmen wie die Wahl robuster Pflanzensorten. Bei Neupflanzungen sollte man Bienenweide-Pflanzen nehmen, die den Tieren mit ihren ungefüllten Blüten freien Zugang zu den Staubgefäßen und damit zu den Pollen bieten. djd

Große und kleine Outdoorfans können die neue Gartensaison kaum erwarten. Foto:djd/betonstein.org
Große und kleine Outdoorfans können die neue Gartensaison kaum erwarten. Foto:djd/betonstein.org

Wer sich im Winter bereits mit einer Neugestaltung der Terrassen, von Wegen und Einfahrten befasst hat, kann jetzt direkt nach Ende der frostigen Jahreszeit umso schneller die Verschönerungen in die Tat umsetzen.

Erster Ansprechpartner für die eigenen Pläne sind Landschaftsbaubetriebe vor Ort, die etwa mit Betonpflastersteinen jedem Garten eine eigene Optik geben können. Ein neuer Bodenbelag und eine frische Möblierung für die Terrasse – und schon erhält der Garten einen frischen und individuellen Auftritt. Farben, Formate und Verlegemuster lassen sich immer wieder neu variieren, vom Belag für Terrasse und Wege bis hin zu kleinen Steinmauern als Abtrennung und Sichtschutz. „Empfehlenswert ist in jedem Fall die fachgerechte Ausführung durch einen Fachbetrieb. Mit Pflastersteinsystemen, die aus drei oder vier aufeinander abgestimmten Einzelsteinen bestehen, sind 30 oder mehr unterschiedliche Verlegemuster möglich“, erklärt Dietmar Ulonska, Geschäftsführer des Betonverbandes Straße, Landschaft, Garten (SLG). Unter www.betonstein.org erhalten Garteneigentümer viele Anregungen.

Verlegeformen im Vergleich

Mit jeder Verlegeform wirkt ein und derselbe Stein durchaus unterschiedlich. Besonders beliebt ist etwa der Läufer- oder Reihenverband. Er wird für befahrene Flächen empfohlen und schafft eine gleichmäßige Optik. Auch als diagonal verlegte Form schafft er attraktive Gestaltungen. Der Ellenbogenverband, bei dem Steine im 90-Grad- Winkel zueinander versetzt verlegt werden, ist ebenfalls für Einfahrten gut geeignet. Weitere Vorteile bietet der Fischgrätverband: Diese spezielle Verlegeform gefällt optisch mit ihrer Geometrie und schafft zudem besonders viel Stabilität.

Für die Terrasse und ähnliche Flächen wird oft der Parkettverband genutzt, er ist aufgrund seiner durchgehenden Fugen für befahrene Flächen hingegen nicht geeignet. Noch ein Tipp: Mit versickerungsfähigen Pflastersysteme aus Betonstein für Einfahrten und Terrasse kann mehr Regenwasser in den Boden gelangen. Viele Kommunen honorieren diese Form der Flächenentsiegelung mit geringeren Abwassergebühren. So kann der Hauseigentümer von der Neugestaltung des Gartens auch finanziell profitieren. djd

Datenschutz