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Themenwelten
17:06 30.09.2021
So sieht die Sitzverteilung im Gemeinderat aus. Grafik: Gemeinde

Lengede. Die SPD hat bei der Kommunalwahl im Gemeinderat ihre absolute Mehrheit verloren und kommt nun noch auf 45,26 Prozent. In Lengede ergibt sich damit eine Pattsituation. Den 14 Sitzen und der Stimme von Gemeindebürgermeisterin Maren Wegener stehen insgesamt 15 Sitze der anderen Parteien gegenüber. Die CDU bleibt stärkste Oppositionspartei mit sechs Sitzen, die Grünen holen auf und können künftig fünf Sitze für sich beanspruchen, die FDP ist mit einem Sitz vertretenen. Die Freien Wähler – Peiner Bürgermeinschaft schafften es auf zwei Sitze, ebenso die AfD. Allerdings besetzt diese nur ein Mandat.

„Es war abzusehen, dass wir Einbußen haben“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Anders. Fast jede Partei hätte vor der Wahl angekündigt, die Mehrheit in Lengede knacken zu wollen.“ Zudem seien bekannte Sozialdemokraten wie Wolfgang Werner nicht mehr für den Gemeinderat angetreten. Womöglich habe das dazu geführt, dass sich Wähler umorientierten. Und wie geht es mit der Arbeit im Gemeinderat weiter? „Gespräche mit anderen Parteien schließe ich erstmal aus.“ Auch der Vorwurf der fehlenden Bürgernähe in Lengede sei aufzuarbeiten. „Danach werden wir ausloten“, so der Fraktionsvorsitzende.

Auf einen Sitz im Gemeinderat müssen die Christdemokraten künftig verzichten. „Wir sind traurig, dass wir einen Sitz verloren haben. Aber zufrieden, dass die absolute Mehrheit gebrochen wurde. Es kann in Lengede von der SPD nicht mehr durchregiert werden werden“, so der CDU-Vorsitzende Michael Kramer. Und wie reagiert die CDU auf die Pattsituation? „Es ist ja so, dass 95 Prozent der Vorlagen einvernehmlich entschieden werden, weil es Routine-Sachen sind. Aber manchmal gibt es auch Zoff. Vielleicht muss die SPD dann eben jetzt auch Kompromisse eingehen“, sagt der Christdemokrat.

„Das ist ein gutes Ergebnis für uns“, sagt Bürgermeisterbewerber Lutz Güntzel zu den fünf Sitzen im Gemeinderat. Mit 428 Wählerstimmen zieht er in den Gemeinderat ein. „Der Bundestrend färbt auf Lengede ab“, kommentiert das Ergebnis. Kommunalwahlen seien Kopfwahlen, und nicht zuletzt entschieden auch Sympathien. Die „rein rechnerische Pattsituation finde ich interessant. Wir halten jetzt erst einmal Kriegsrat. Danach schauen wir, wie es weitergeht. Die Freien Wähler haben ja schon etwas signalisiert, vielleicht kommt auch die SPD auf uns zu“, sagt Lutz Güntzel.


Klare Sache für Maren Wegener

Maren Wegener Foto: Gemeinde
Maren Wegener Foto: Gemeinde

Klare Sache für Bürgermeisterin Maren Wegener-. Sie konnte die Wahl in Lengede für sich entscheiden und sicherte sich 63,57 Prozent der Stimmen. „Ich bin überwältigt und möchte mich für den fairen Wahlkampf bedanken. Ich freue mich über die Zustimmung und dass ich noch fünf weitere Jahre weitermachen darf. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es ist toll, so ein eindeutiges Vertrauen entgegengebracht zu bekommen.“

Maren Wegener war 2016 als neue Bürgermeisterin ins Rathaus eingezogen und hatte sich damals gut 59 Prozent der Stimmen gesichert. Nun baute sie ihren Stimmenvorsprung weiter aus. „Ich denke, das liegt auch daran, dass vor fünf Jahren etliche skeptisch waren, weil ich noch so jung war.“

Keineswegs enttäuscht, sondern sehr stolz auf sein Wahlergebnis von 20,37 Prozent zeigte sich am Karsten Knoke, der in Lengede als Bürgermeisterkandidat der Wählergemeinschaft Freie Wähler Peiner Land – Peiner Bürgergemeinschaft angetreten war. „Vielen Dank an alle Wähler. Ich kann mit dem Ergebnis gut leben.“ „Es war ein Versuch, die politische Landschaft zu erweitern“, kommentierte Bürgermeisterkandidat Lutz Güntzel (Grüne) sein Wahlergebnis von 16,06 Prozent. „Aus dem Stand war das schon ganz gut.“

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