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Home Sonderthemen Haus&Garten Herbstputz im Staudenbeet
08:12 29.09.2020
Im Herbst kann man Stauden zurückschneiden, teilen und umpflanzen. Fotos: Blumen - 1000 gute Gründe
Gartenbaufachbetreib Agirman

Der Sommer war wieder warm und in vielen Gebieten zu trocken. Nun gibt es nur noch vereinzelt spätsommerliche Tage, im Laufe der nächsten Wochen wird es merklich kühler werden. Zeit, sich im Garten und auf dem Balkon auf die kühlere Jahreszeit vorzubereiten.

In den Staudenbeeten können die meisten Pflanzen stehen bleiben, auch wenn sie verwelkt sind, da sie Schutz und Nahrung für die Tierwelt bieten. Lediglich kranke Triebe sollte man zurückschneiden und entsorgen, damit die Erreger sich nicht weiter verteilen können. Zudem kann man ab jetzt gut Pflanzen umsetzen und teilen. Im nicht so heißen und nasseren Herbst haben sie dann genug Zeit, sich einzuwurzeln, bevor die Winterkälte kommt. Apropos Frost: Wenn die ersten strengen Nachtfröste drohen, müssen Begonien, Dahlien und Gladiolen aus dem Boden genommen werden. Ihre Knollen überwintern im frostfreien, kühlen Keller in einer Holzkiste mit Sand. Andere Pflanzen können draußen bleiben, freuen sich aber über etwas Winterschutz: Rosen häufelt man rings um den Stamm etwa 15 Zentimeter hoch mit Erde an, Pflanzen aus südlichen Gefilden bekommen einen warmen Mantel aus Reisig oder Tannen. Übrigens sollte man als Winterschutz möglichst keine Plastikfolien verwenden. Mal abgesehen von Nachhaltigkeitsaspekten lässt das Material auch keinen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch zu, die Pflanzen könnten schwitzen und schimmeln. Empfindliche Kandidaten müssen ohnehin direkt ins Haus, Zitruspflanzen beispielsweise vertragen gar keinen Frost. Ziergräser im Garten kann man zusammenbinden. Dadurch ist einerseits das Herz der Pflanze besser vor Kälte und Nässe geschützt, andererseits verteilen sich die Halme bei stürmischem Wetter auch nicht so weit im Garten.

PG Gruppe

Wenn die Beete aufgeräumt sind und langsam kahler werden, bietet es sich an, ein paar Herbstpflanzen zu setzen, um Farbe in die nächsten Monate zu bringen. Gut eignen sich Spätblüher wie Astern, Chrysanthemen oder Erika, über deren Blüten sich auch die letzten Hummeln und Bienen freuen. Noch später blühen Christ- und Lenzrosen. Hübsche Akzente setzen auch farbige Beeren: Skimmie, Torfmyrte, Schein- und Preiselbeeren halten ihren Fruchtschmuck zum Beispiel recht lange, brauchen aber einen sauren Boden, um längerfristig gut zu gedeihen. Darüber hinaus helfen immergrüne Stauden, den Beeten Struktur und Fülle zu geben. Bergenien überzeugen hierzu mit ihren festen großen Blättern, Heuchera zeigen je nach Art verschieden gefärbte Blätter von Grün über Rot, Orange bis zu Gelb sowie Grau und Silber.

Wer schon ans nächste Jahr denkt, der sollte gleich auch Zwiebeln von Frühlingsblumen setzen: Die meisten kann man bis zum ersten Frost pflanzen, teilweise auch noch später in frostfreien Phasen. Zierlauch-Zwiebeln brauchen allerdings länger zum Einwurzeln und sollten bereits im zeitigen Herbst in die Erde kommen.

Für Terrassen- und Balkonbesitzer haben die Gärtner von „Blumen – 1000 gute Gründe“ einen besonderen Tipp: Wenn man jetzt zur Dekoration einen Kübel oder Balkonkasten mit Herbststauden bepflanzt, kann man als unterste Schicht Zwiebeln setzen. So kann man sich im Frühjahr direkt über eine frische Bepflanzung freuen. Noch mehr Tipps rund um Blumen und Pflanzen hat die Website www.1000gutegruende.de.
     

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