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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Haarausfall ist meist erblich bedingt
00:00 22.03.2019
Massiver Haarausfall lässt sich kaum mit Ernährung oder pflanzlichen Mitteln bekämpfen. FOTO: FOCUSANDBLUR/STOCK.ADOBE.COM

Hormonschwankungen während der Wechseljahre können auch zu starkem Haarausfall führen. Doch dann handelt es sich häufig um erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie). Laut „Ärzteblatt“ neigt etwa jede vierte Frau dazu. Androgenetischer Haarausfall setzt ein, wenn die Haarwurzeln auf eine besonders aktive Form des männlichen Geschlechtshormons reagieren. In den Wechseljahren verstärkt sich im Zuge der hormonellen Veränderungen die Ausprägung und es kommt in diesem Fall zu schütterem Haar im Scheitelbereich. Nichtmedikamentöse Mittel wie etwa Koffeinshampoo halten Dermatologen für wirkungslos. Studien zufolge lässt sich massiver Haarausfall nur mit einer Hormonersatztherapie aufhalten. So kommen laut „Ärzteblatt“ neben Östrogen Antiandrogene infrage.

Eine bestimmte Ernährung könne Haarausfall dagegen nicht beeinflussen, sagt Ute Siemann-Harms, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Auch wie oft die Haare gewaschen werden und welche Bürste jemand benutzt, sei nebensächlich: „Haare, die ausfallen wollen, fallen aus“, sagt die Hautärztin. Der natürliche Haarausfall ist eine Folge des Haarzyklus. Zwischen drei und sieben Jahren verweilen Haare auf dem Kopf. Im Durchschnitt verliert der Mensch laut Siemann-Harms zwischen 100 und 200 Haare täglich. Fallen plötzlich sehr viel mehr Haare aus als sonst, müssen nicht gleich die Wechseljahre schuld sein. Siemann-Harms rät, kurz mal drei Monate zurückzudenken. Hatte man da eine Infektion? Oder wurde man operiert? „In solchen Situationen synchronisieren mehrere Haarwurzeln ihren Zyklus“, erläutert die Ärztin. Die Folge: Etwa drei Monate später fallen ganz viele Haare auf einmal aus.

Auch Eisenmangel oder eine Störung der Schilddrüsenfunktion können hinter vermehrtem Haarausfall stecken. Im Zweifel sollte der Hausarzt aufgesucht werden.


Ich liebe meinen Beruf. Er ist für mich sinnstiftend, bringt Erfolgserlebnisse und sichert mir ein lebenslanges Einkommen. Wer kann das von seiner täglichen Arbeit schon behaupten? Trotzdem verwundert mich immer wieder, wie mit meiner Leistung in diesem System verfahren wird: Pro Quartal erhalte ich pro Kassenpatient pauschal rund 38 Euro – egal ob dieser zwei- oder zehnmal die Praxis aufsucht. Bei dieser sogenannten Ärzte-Flatrate wird für eine begrenzte Vergütung eine tendenziell unbegrenzte Leistungsmenge eingefordert. Ist es aber verwerflich, wenn ich für das bezahlt werden möchte, was ich wirklich an Leistung erbringe?

Egal ob medizinisch indiziert oder nicht: bei zu vielen Hausbesuchen müssen Tausende Euro zurückgezahlt werden – als ob ich mich persönlich bereichert hätte. Nein! ich habe nur versucht, die vielen Patienten gut zu behandeln. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand: Ich verbringe etwa 60 Arbeitstage pro Jahr mit „Papierkram“ und komme den 353 Informationspflichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, des GKV-Spitzenverbandes und des Gemeinsamen Bundesausschusses nach.

Um diese Menge an „Papierkram“ abschätzen zu können, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung einen sogenannten „Bürokratieindex“ eingeführt. Großartig! Wir Ärzte wussten zwar vorher schon, dass wir ein Bürokratieproblem haben, aber jetzt kann man das in einem Index erfassen. Das freut vor allem den Statistiker. Und dieser hat festgestellt, dass der Index steigt. Abhilfe ist dennoch nicht in Sicht.

Dr. Laura Dalhaus ist Allgemeinmedizinerin in Rhede im Münsterland. Auf ihrer Website www.landarzt.rocks schreibt sie regelmäßig über ihren Praxisalltag.



Der Klimawandel bedroht einer Studie zufolge die Gesundheit von immer mehr Menschen. Demnach waren 2017 gut 18 Millionen mehr gefährdete Personen Hitzewellen ausgesetzt als 2016. Das berichten mehrere wissenschaftliche Institutionen im Fachmagazin „The Lancet“.

Als hitzegefährdet gelten Menschen, die über 65 Jahre alt sind, in Städten leben oder an Diabetes, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder chronischen Atemwegsproblemen leiden. Dem Klimawandel sind den Autoren zufolge auch deshalb besonders viele Menschen stark ausgesetzt, weil die Temperaturen in dichter besiedelten Regionen besonders stark steigen. Die Forscher erwarten außerdem auch eine Ausbreitung tropischer Krankheiten.



Auf die Matte, fertig. los: Yoga hilft dabei, ein gutes Körpergefühl zu bewahren und fördert die Entspannung. Foto: unsplash/rawpixel
Auf die Matte, fertig. los: Yoga hilft dabei, ein gutes Körpergefühl zu bewahren und fördert die Entspannung. Foto: unsplash/rawpixel

Pflanzliche Mittel: Vor allem bei leichteren bis mittleren Wechseljahrsbeschwerden kommen natürliche Präparate in Frage. Sie können helfen, haben eventuell aber auch Nebenwirkungen. Oben auf der Liste stehen Traubensilberkerze-Präparate (Cimicifuga). Manche Frauen profitieren auch von Isoflavonen, wie sie in Rotklee oder Soja enthalten sind. Diese Stoffe wirken ähnlich wie Östrogen, haben eventuell aber auch ähnliche Risiken.

Sport: Viel Bewegung und Ausdauersport können Hitzewallungen zwar nicht verringern, verbessern aber den Schlaf und heben die Stimmung.

Hormonyoga: Dabei werden diverse Yoga- und Atemübungen kombiniert. Auf jeden Fall kräftigen die Übungen die Muskulatur und fördern die Entspannung.

Hypnose und Psychotherapie: Laut einer US-Studie lassen sich Hitzewallungen gut mit Hypnotherapie behandeln. Wichtig ist aber, einen seriösen Therapeuten zu finden. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie kann helfen.

Hormone: Bei starken Beschwerden, vor allem Hitzewallungen, ist eine Hormontherapie sinnvoll. Es gibt viele verschiedene Medikamente, die in diversen Kombinationen und Formen (z.B. Tablette, Pflaster, Gel) verfügbar sind. Was am besten geeignet ist, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei trockener Scheidenschleimhaut, die Probleme beim Sex bereitet, können neben Gleitcremes auch östrogenhaltige Salben helfen.


Stress killt Testosteron. Hobbys helfen. Foto: Unsplash/rawpixel
Stress killt Testosteron. Hobbys helfen. Foto: Unsplash/rawpixel

Sport: Mit kurzen, aber regelmäßigen Trainingseinheiten lässt sich die Testosteronproduktion um bis zu 30 Prozent steigern.

Gewichtsreduktion: Übergewichtige Männer haben oft einen niedrigen Testosteronspiegel. Abspecken trägt dazu bei, den Testosteronspiegel zu erhöhen.

Ernährung: Ratsam ist eine ausgewogene Ernährung, die viel Gemüse, Obst und Ballaststoffe enthält. Manche Ärzte legen Patienten zudem nahe, reichlich zinkhaltige Lebensmittel (etwa Fleisch, Meeresfrüchte, Hafer) zu sich zu nehmen. Der Mineralstoff spielt im Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Nahrungsergänzungsmittel sind nur bei einer Unterversorgung sinnvoll.

Entspannung: Stress und Schlafmangel gelten allgemein als Testosteronkiller. Um sie zu stoppen, ist alles, was zur Entspannung beiträgt, nützlich. Neben Bewegung können Hobbys helfen.

Medikamente: Wenn ein Testosteronmangel nachgewiesen ist und ein Mann ausgeprägte Beschwerden wie starke Müdigkeit hat, kommen Hormonpräparate in Frage. Sie werden. Die Wirkung lässt sich deutlich erhöhen, wenn man gleichzeitig auf eine Lebensstiländerung achtet.


FOTO: STIFTUNG WARENTEST
FOTO: STIFTUNG WARENTEST

Heute steht Buchweizenrisotto auf dem Plan. Das Pseudogetreide hat viele gute Fette und pflanzliches Eiweiß. Selbst bei Glutenunverträglichkeit. Buchweizen können Sie auch zum Frühstück essen: Kurz geröstet oder in Milch eingeweicht, ist das Korn eine gelungene Abwechslung zu Getreideflocken. Ihr Tagesplan Heute Morgen gibt es vorbereitete Overnight-Oats. Das Buchweizenrisotto mit Feta kommt mittags mit Tomaten auf den Tisch. Abends gibt es Spiegelei mit Vollkornbrot.

Morgens: Overnight-Oats: Pro Portion 2 EL Getreideflocken, 1 EL Leinsamen oder Chiasamen, 1 TL Rosinen mit 100 ml Milch (am Vorabend) einweichen. Morgens mit 1 geraspelten Apfel und mit Zimt oder Vanille würzen.

Mittags: Für das Buchweizen- Tomaten-Risotto mit Feta den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Die Tomaten waschen und halbieren. Die Zwiebeln schälen und hacken. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Den Feta abtropfen lassen und würfeln. Halbierte Tomaten mit 1 EL Öl, dem Zucker und etwas Salz mischen und in eine Auflaufform geben. Die Form sollte groß genug sein, dass die Tomaten möglichst nicht übereinanderliegen. Im heißen Ofen 30 Minuten schmoren. Inzwischen in einem Topf das restliche Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann den Buchweizen zugeben und mitdünsten. Jetzt mit Tomatensaft ablöschen und die getrockneten Tomaten zufügen. Alles offen etwa 35 Minuten köcheln lassen. Immer wenn die Flüssigkeit verdampft ist, etwas Gemüsebrühe nachgießen. Zwischendurch rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Feta zugeben und noch kurz heiß werden lassen. Mit geschmorten Tomaten auftischen. Tipp: Dazu passt ein grüner Salat mit Raspelmöhren oder -zucchini. Durch das Rösten der Tomaten im Ofen wird ihr Aroma intensiviert. Außerdem wird der gesunde Inhaltsstoff Lykopin besser verfügbar. Variante: Vegan wird das Gericht, wenn man Feta durch 70 g Cashewnüsse ersetzt.

Abends: 1 Spiegelei mit 1 EL Kräutern, 2 EL gebröseltem Feta (siehe mittags) und 1 Scheibe Vollkornbrot. Dazu Radieschen knabbern.

Rezept aus: Dagmar von Cramm: „Familie in Form vegetarisch“, Stiftung Warentest, 224 Seiten, 24,90 Euro.

Zutaten

Für 4 Portionen: 600 g Kirschtomaten, 2 Zwiebeln, 50 g getrocknete Tomaten, 150 g Feta, 2 EL Olivenöl, 1 TL brauner Rohrzucker, Salz. 250 g Buchweizenkörner, 200 ml Tomatensaft, 450 ml Gemüsebrühe, Pfeffer


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