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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Gut sehen
00:00 24.11.2018
© Ion Chiosea/123RF
Tiedemann Optik
Lichtblick Optik GmbH
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Die Tage werden kürzer. Dunkelheit und regnerisches Wetter sorgen für schlechte Sicht und rutschige Straßen. Spätestens jetzt wird das Auto winterfest gemacht. Der regelmäßige Auto-Check ist mittlerweile gang und gäbe – an einen regelmäßigen Seh-Check dagegen denken die wenigsten. Doch gerade jetzt gefährden Blendung und unentdeckte Sehschwächen die Sicherheit.

SEHPROBLEME BEI DÄMMERUNG

Viele Autofahrer, besonders ältere, kennen das Problem in der dunklen Jahreszeit: Die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge oder andere Lichtquellen blenden, unbeleuchtete Autos sind schwierig zu erkennen, Verkehrsschilder oder gar Fußgänger werden erst im letzten Moment wahrgenommen. Ursache dieses gestörten Hell-Dunkel-Sehens ist meist eine eingeschränkte Fähigkeit zum Dämmerungssehen und eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Für viele Ältere wird damit das Autofahren in der Nacht zur Gefahr.

Auch Erkrankungen können ein gestörtes Hell-Dunkel-Sehen zur Folge haben, zum Beispiel Diabetes, multiple Sklerose oder grauer Star. Probleme an der Hornhaut des Auges zählen ebenfalls zu den Ursachen. Hat der Fahrer, wenn er durch Licht geblendet wird, gleichzeitig Schmerzen, deutet dies auf eine Entzündung im Bereich der Regenbogenhaut (Iris) hin. Eine Besonderheit ist die Nachtblindheit, auch Nachtmyopie genannt. Diese Form der Kurzsichtigkeit tritt nur in der Nacht auf, tagsüber können die Betroffenen ohne Brille scharf und deutlich sehen. Der Grund: Die für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlichen Sehzellen funktionieren nicht mehr.

Urologische Gemeinschaftspraxis

AB ZUM AUGENCHECK

Das Kuratorium Gutes Sehen e. V. appelliert an Menschen ab einem Alter von 40, die Augen alle zwei Jahre kontrollieren zu lassen. Dabei sollte nicht nur die Sehschärfe bei Tageslicht geprüft werden, sondern auch bei geringen Lichtverhältnissen.

Mithilfe eines Nachtmessgerätes (Nyktometer) misst der Augenarzt Blendempfindlichkeit, Sehschärfe und Kontrastempfindlichkeit unter geringen Beleuchtungsbedingungen. Weichen die Messdaten von der Norm ab, klärt der Augenarzt eine mögliche Krankheitsursache durch weitere Untersuchungen ab und leitet gegebenenfalls eine Therapie ein. Bei Nachtkurzsichtigkeit kann zum Beispiel eine passende Brille helfen. Liegt keine Erkrankung vor, bleibt dem Autofahrer nur, seine Fahrweise den Gegebenheiten anzupassen.

© Zsolt Nyulaszi/Fotolia
© Zsolt Nyulaszi/Fotolia

PASSENDE GLÄSER FÜR AUTOFAHRER

Ob Tag oder Nacht – das Kuratorium Gutes Sehen e. V. empfiehlt für alle Autofahrer Brillen mit schmalen Fassungsrändern und dünnen Bügeln. Damit der Fahrer durch die Gläser auch das Geschehen in Rück- und Außenspiegeln überblicken kann, sollten diese ausreichend groß sein. Gebogene Brillengläser helfen, störenden seitlichen Lichteinfall zu reduzieren. Gegen lästige Reflexionen hilft eine Entspiegelung auf beiden Glasseiten. Polarisierende Gläser filtern zusätzlich Spiegelungen, wie sie auf nassen Straßen entstehen. Neu sind spezielle Gläser, die zusätzlich optimierte Sehbereiche für Straße, Spiegel und Navi bieten.

Der Augenoptiker wird Sie kompetent beraten.

1. Regelmäßig Sehvermögen prüfen lassen – am besten im TÜV-Rhythmus

2. Für besseren Durchblick Brille und Windschutzscheibe immer von Schmutz und Schlieren befreien

3. Lüftung im Auto nicht direkt auf die Augen richten und nicht zu warm einstellen

4. Trockene Augen vermeiden: genug trinken, bei starrem Blick auf die Straße bewusst blinzeln

5. Auf jeden Fall Sonnen- und Ersatzbrille im Auto griffbereit halten

6. Augentraining vor Fahrtantritt und/oder in Fahrpausen – mindestens nach zwei Stunden Fahrt

7. Arzneimittel auf Nebenwirkungen checken, die das Fahren und Sehen beeinträchtigen

 Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e. V.

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