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Home Sonderthemen Sonstiges Gemeinsam unter einem Dach
07:59 28.11.2018

Hunderte Menschen versammelten sich am 31. Oktober bei strahlendem Sonnenschein vor der St.-Jakobi-Kirche. Die sieben Stadtkirchengemeinden hatten zum Reformationstag eingeladen. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem fröhlichen Fest rund um die Kirche feierte man gemeinsam den ersten „Reformationsfeiertag“.

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Die Trommelboes und der Herold zogen durch die Menschenmenge zum Portal der Kirche. Dort verkündete der Herold: „Kommet und höret, was sich 1517 hat zugetragen. Lasset uns hören und singen und feiern vor allen Dingen!“ Dann öffneten sich die Türen und der Gottesdienst begann mit dem traditionellen Reformationstagslied „Ein feste Burg ist unser Gott“. 


„Kommet und höret, was sich 1517 hat zugetragen. Lasset uns hören und singen und feiern vor allen Dingen.“


Vertreter der einzelnen Gemeinden erklärten, was Reformation für sie bedeutet, und machten so deutlich, wie vielschichtig der christliche Glaube sein kann.

Ein weiß-rotes Dach entsteht

Für den musikalischen Rahmen sorgten Kirchenkreiskantor Christof Pannes und die Kantorei. Abschließend durften die Besucher selbst aktiv werden und aus roten und weißen Bändern ein gemeinsames Dach quer durch das Kirchenschiff errichten – Symbol für die Einheit der sieben Gemeinden, aber luftig genug, um Raum für Individualität zu lassen. Nach dem Segen begann das große Fest auf dem Kirchplatz. Das Wetter spielte den ganzen Tag mit und verwöhnte die Besucher mit Sonne und milden Temperaturen. Bratwurst, Pommes, Kuchen, Kaffee und kühle Getränke sorgten für die nötige Stärkung. Die kleinen Gäste durften basteln oder Thesen auf einen Holzblock nageln.

Zu Gesprächsrunden rund um das Thema „Kirche“ lud Pastor Frank Niemann Bürgermeister Klaus Saemann, Oberlandeskirchenrat Dr. Rainer Mainusch und den katholischen Pfarrer Hendrik Rust sowie Bürgerschaffer Thomas Weitling, Bürgerkönig Arnd Laskowski und den CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Plett an den Stehtisch ein.

In der Kirche gab es eine Aufführung von „Katharinas Schaubude“, in der Kuriositäten früher Jahrmarktszeiten gezeigt wurden. Die Kirchenband KiBa sorgte für flotte Rhythmen. Am späten Nachmittag endete das gelungene Fest zum Reformationstag, der dieses Jahr erstmals Feiertag in Niedersachsen war.

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