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Themenwelten
21:52 17.09.2021
Foto: Rudolf Karliczek

Wer sein Hobby zum Beruf macht, muss nie arbeiten. Bei Esra Yakupoglu-Eren trifft dieses Lebensmotto den Nagel auf den Kopf. Schon als Kind wusste sie, sie will Friseurin werden. Mit sechs oder sieben Jahren fing sie an, ihre Puppen zu frisieren. Später waren dann die Freundinnen daran, die als Teenager regelmäßig kamen, um sich die Haare schneiden oder sich schminken zu lassen. Spätestens da war ihr klar: „Das ist meine Berufung.“

Jetzt feiert Esra, wie sie alle nur kurz nennen, ein richtiges Jubiläum. Seit 25 Jahren ist sie selbstständig. Im September 1996 eröffnet sie einen 45 Quadratmeter kleinen Salon am Schölkegraben 8 in Lebenstedt, vor neun Jahren zog sie um in das jetzige Domizil. 75 Quadratmeter sind es am Schölkegraben 20. Sie ist nicht nur Friseurmeisterin, sondern auch stellvertretende Vorsitzende der Friseurinnung Salzgitter, sitzt im Prüfungsausschuss und ist Fachbeirätin im Landesinnungsverband für die Frisurenmode, ihre absolute Leidenschaft.


„Es war eine spannende, inspirierende und glückliche Zeit“, bedankt sich Esra bei ihrem Team, bei ihren Kundinnen und Kunden, aber auch bei ihrer Familie und Freunden. Dabei ist sie rein gemessen an Metern nicht weit gekommen. Esra lernte um die Ecke bei Meisterin Brunhilde Polke am Schölkegraben 1. „Eine tolle Chefin, sie hat mir so viel beigebracht“, erinnert sie sich gerne zurück. Dabei waren die Anfänge nicht einfach. „Meine Eltern wollten erst nicht, dass ich Friseurin werde.“ So stahl sie sich als Schülerin immer samstags „zu Frau Polke in den Laden“, um zu helfen. „Zu Hause erzählten ich, ich bin beim Sport.“ Heute kann sie über diese kleine Notlüge lachen, ihre Mutter ist stolz auf sie.

Der größte Lohn damals: Esra bekam die Lehrstelle und legte mit Kamm und Schere eine Karriere hin, die ihresgleichen sucht. Ihre kleinen und großen Pokale über der Ladentür zeigen es: Sie gewann zahlreiche Meisterschaften, ob bei den Herren, bei den Damen oder in der Kosmetik. Esra beherrscht die Kunst des Frisierens und des Schminkens. Und sie gibt sie weiter an ihre Lehrlinge und die Kollegen und Kolleginnen. Nicht nur in ihrem Geschäft. Esra ist seit ihrer Selbstständigkeit auch viel für die Innung unterwegs, steht auf der Bühne und stellt der Branche die neue Mode vor.

Wer das beste Ergebnis erzielen möchte, muss sich fortbilden. Diese Erkenntnis zieht sich durch ihr berufliches Leben. „Es liegt uns am Herzen, dass jede Kundin und jeder Kunde eine individuelle und stilgerechte Beratung erhält“, sagt sie. Wer den Frisuren eine moderne Frische verleihen möchte, muss die Trends kennen und sich dafür begeistern können. Bei Esra ist das so, daran zweifelt niemand, der sie kennt.

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