Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Home Sonderthemen Arbeitsmarkt/Ausbildung Feierliche Freisprechung für 29 erfolgreiche und frischgebackene Gesellen
13:45 23.08.2019
Die Freisprechungsfeier fand in den BBS in Vöhrum statt. Fotos (2): Birthe Kußroll-Ihle

Die Lehrlingszeit haben sie erfolgreich gemeistert. Nun können sie als Jung-Gesellen in ihren Handwerksberufen zeigen, was sie gelernt haben, sich fortbilden und in Betrieben alle Aufträge ausführen: 29 Handwerks-Lehrlinge sind in den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine (BBS) in Vöhrum nach erfolgreich abgelegter Prüfung freigesprochen und damit in ihren Berufsstand aufgenommen worden. Der Handwerker-Nachwuchs aus sechs Innungen erhielt von den jeweiligen Obermeistern traditionell bei Kerzenschein und geöffneter Holzlade die Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Als Innungsbester mit der Note 2 (85,08 Punkte von 100) wurde der frischgebackene Tischler Florian Bendzko ausgezeichnet. Er hat seine Lehrzeit bei der IMW Bau- und Möbeltischlerei in Bülten absolviert.

Vertreter der Kreishandwerkerschaft, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, der Stadt, aus Politik und von der BBS gratulierten den Prüflingen. Unter den Ehrengästen war auch Dr. Andreas Bierich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaften Region Braunschweig-Gifhorn und Peine.

„Leben ist die Lust, etwas zu schaffen“, zitierte Kreishandwerksmeister Ulf Glagow in seiner Begrüßungsrede den Maler Carl Spitzweg. Das Lernen werde nicht aufhören. „Alle Berufe und Arbeitsplätze im Handwerk werden sich durch die neuen Techniken und die Digitalisierung stark verändern. Ihre Berufsbilder werden nicht verschwinden, sie werden sich ändern“, so Glagow weiter. Diese Herausforderungen seien Chancen, die man als junger, motivierter und hoch qualifizierter Mitarbeiter offensiv aufgreifen und nutzen müsse. „Das ist Ihre Chance zur eigenen Zukunftssicherung.“

Innungsbester: Florian Bendzko
Innungsbester: Florian Bendzko

Ute Schwiegershausen, Geschäftsführerin der Unternehmensverbände Handwerk Niedersachsen, ging in ihrem Festvortrag auf die „Freundschaft“ als Konstante des Lebens – generell und am Arbeitsplatz ein. „Ohren spitzen, Klappe halten, zuhören, tolerant bleiben, Ratschläge annehmen oder loyal gegenüber dem Arbeitgeber und Mitarbeiter sein“, das mache ein solides Zusammenleben aus. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien so gut wie nie und das Handwerk biete Karriereschritte – ob Meisterbrief, Betriebswirt sowie die Übernahme oder Gründung eines Betriebes. Zuvor erinnerte sie daran, dass man nicht immer „Bestimmer des eigenen Lebens sei“ und ungeplante Wendungen einen Wegwechsel notwendig machten. Dabei könnten Freunde mit ihren vielen guten Eigenschaften helfen.

„Es ist ein tolles Gefühl, in die strahlenden Gesichter junger Menschen zu schauen“, sagte Bürgermeister Klaus Saemann. Ob in der Verwaltung, in Kindertagesstätten oder im Handwerk – wegen des Fachkräftemangels würden Mitarbeiter gesucht und gebraucht – eine Chance für junge Berufsstarter. Heute bekäme man einen Termin beim Facharzt schneller als beim Installateur oder Maler, so Saemann weiter.

„Sie haben Ihr Ziel erreicht, ob als Friseurin, Bäckereifachverkäuferin, Tischler, Maler, Elektrotechniker, Mechaniker oder Metallbauer. Sie sind nun die Experten in Ihren Fachgebieten, Ihr Rat ist gefragt und Ihre Qualität als Fachkraft wird sich immer durchsetzen“, sagte BBS-Schulleiterin Maria Zerhusen.

Für das musikalische Rahmenprogramm mit Gesang und Gitarre sorgte die ehemalige BBS-Schülerin Lina Schöne mit ihrem Bruder Sven am Keyboard. bik

Datenschutz