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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Fahrrad fahren
00:00 24.11.2018
© stockbroker/123RF

Regelmäßige körperliche Aktivität beugt Krankheiten vor. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Neben Schwimmen und Walken steht das Radfahren dabei an erster Stelle.

IDEALES FITNESSGERÄT

Das Fahrrad ist das ideale Fitnessgerät für die Ausdauer. Das gilt besonders für Sportanfänger, denn Tempo und Kraftaufwand können mit der Gangschaltung selbst bestimmt werden. Wer eine Stunde gemütlich bei 15 km/h radelt, verbraucht je nach Steigung 120 bis 200 kcal. Bei mehr als 22 km/h sind es sogar 450 kcal und mehr. Wie kaum ein anderer Sport schont das Radeln die Gelenke, da das Gewicht getragen wird. Die Beinmuskulatur wird dennoch gut trainiert. Das gilt besonders für E-Bikes durch die zusätzliche Entlastung durch den Elektroantrieb. Hinzu kommt, dass das Radfahren an der frischen Luft in schadstoffarmer Umgebung – etwa auf dem Radweg im Grünen – besonders den Atemwegen nützt. Sie werden gut durchlüftet und gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt. Durch den Kältereiz werden die Abwehrkräfte zusätzlich gestärkt. Das schützt vor Infekten. Wer sich im Freien auf den Sattel schwingt, kann sich zudem an den Schönheiten der Natur erfreuen. Das wirkt stressabbauend und entspannend.

AUCH KRANKE PROFITIEREN

Von der gleichmäßigen sanften Bewegung auf Strecken ohne Steigung profitieren besonders Asthma-Patienten. Das Radfahren ist für sie die ideale Ausdauersportart, da die Gefahr von Asthma-Anfällen, die bei körperlicher Anstrengung auftreten, reduziert ist. Auch Patienten mit Knie- und Hüftproblemen profitieren. Sattel und Rahmen tragen das Gewicht und entlasten damit die Gelenke. Das gilt auch für Übergewichtige. Die zyklische Bewegung ohne Belastung sorgt zudem für reichlich Gelenkschmiere im Knie, sodass arthrosebedingte Schmerzen gelindert werden.

SICHER UNTERWEGS

Damit der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, sollten Sie auf dem Rad auf Sicherheit achten.

- Auch wenn Sie es rechtlich nicht müssen: Tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen Helm. Das gilt besonders, wenn Sie mit dem Elektrorad unterwegs sind.

- Achten Sie auf ein verkehrssicheres Rad. Besonders Reflektoren, Beleuchtung, Klingel und Bremse müssen einwandfrei funktionieren.

- Fahren Sie in der Dämmerung und Dunkelheit stets mit Licht. Eine Warnweste trägt dazu bei, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie rechtzeitig sehen.

- Halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Rote Ampeln gelten auch für Radfahrer! Fahren Sie, wenn vorhanden, auf dem Radweg in der korrekten Fahrtrichtung. Denn hat der Radfahrer den falschen Weg benutzt, kann es sein, dass er eine Teilschuld an dem Unfall tragen muss.

- Wer mit einem E-Bike fährt, sollte wissen, dass er wesentlich schneller unterwegs ist als mit einem herkömmlichen Rad und einen größeren Bremsweg hat. Fahren Sie defensiv und vorausschauend.

DAS PLUS:

Rad fahren kann fast jeder, es ist nahezu überall und zu jeder Tageszeit möglich und lässt sich leicht in den Alltag einbauen – auf dem Rad zum Einkaufen, zum Arzt, zur Arbeit, in die Schule, zum Sport … Alle Wege kürzer als fünf Kilometer sind wie gemacht für das Fahrrad. Davon profitiert auch die Umwelt.

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