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Home Sonderthemen Sonstiges Aller Anfang ist teuer
06:29 16.11.2018
Hohe Haftpflichtprämien dämpfen oft das Fahrvergnügen. FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA

Die ersten Jahre sind die teuersten: Fahranfänger zahlen die höchsten Versicherungsprämien, denn sie verursachen auch die meisten Unfälle. So kann selbst ein bescheidener Kompaktwagen im ersten Jahr schnell mehr als 1000 Euro Haftpflichtprämie kosten, und für die Teilkasko ermittelte die Zeitschrift „Finanztest“ am Beispiel eines 20-Jährigen eine Preisspanne von 680 bis 1750 Euro. So können Fahranfänger sparen:

Zweitwagen: Die Eltern haben dank ihrer Fahrpraxis einen höheren Schadensfreiheitsrabatt. Wird das Auto als ihr Zweitwagen angemeldet, lässt sich der nicht voll, aber zum Teil übertragen. Trotzdem können die Kinder ihren eigenen Rabatt ansammeln, wenn sie das Auto regelmäßig fahren.


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Familie: Meldet eine Familie mehrere Autos beim gleichen Versicherer an, gibt es oft Rabatt. Eine andere Form von Familienhilfe: Wenn zum Beispiel Oma oder Opa das Autofahren aufgeben, können sie ihren Schadenfreiheitsrabatt häufig dem Enkel übertragen, der mangels Auto bisher keinen eigenen sammeln konnte. Allerdings können nur so viele Jahre gutgeschrieben werden, wie der Nachwuchs den Führerschein besitzt.

Begleitetes Fahren: Der Führerschein mit 17 hat sich bewährt und senkt die Unfallzahlen. Wer am begleiteten Fahren teilgenommen hat, bekommt deshalb Nachlass. Bei den meisten Versicherern sind es nach Angaben von „Finanztest“ rund 15 Prozent.


15 Prozent Nachlass bringt bei vielen Versicherern die Teilnahme am begleiteten Fahren.


Modellwahl: Nicht nur die Fahrer, auch die Autos werden von den Versicherern nach ihrem Unfallrisiko eingestuft. Grundsätzlich steigt die Prämie mit der Motorleistung, aber es gibt erstaunliche Unterschiede zwischen durchaus vergleichbaren Modellen – je nachdem, in welcher Bevölkerungsgruppe sie besonders beliebt sind. Ein Blick auf die Typklasse lohnt sich deshalb.


Verschlusssache: Hundertprozentigen Schutz vor Dieben bieten auch Tresore nicht. FOTO: BURG-WÄCHTER
Verschlusssache: Hundertprozentigen Schutz vor Dieben bieten auch Tresore nicht. FOTO: BURG-WÄCHTER

Je schwerer man Dieben den Zugriff auf Wertsachen macht, desto eher geben sie auf. Tresore lassen sich zwar auch aufbrechen, aber oft kosten sie Einbrechern Zeit und sie lassen die Finger davon.

Ein Tresor zu Hause komme für Wertsachen infrage, die öfter gebraucht werden, rät die Polizei. Welcher Tresor geeignet ist, hängt von Umfang und Wert des zu schützenden Guts ab sowie von der individuellen Wohnsituation. Ohne ausführliche Beratung sollte man keinen Tresor kaufen, sonst riskiert man, dass der Inhalt nicht oder nicht ausreichend versichert ist.

Tresore lassen sich in Widerstandsgrade einteilen. Die geben darüber Auskunft, wie stark sie Aufbruchversuchen standhalten. Das reicht vom einwandigen Schrank ohne Zertifizierung, der nur vor dem raschen Zugriff schützt, bis hin zum hochwertigen zertifizierten Wetterschutzschrank, der Millionenwerte sicher aufbewahren kann. Zertifizierungen erkennt man etwa am Gütesiegel des Sicherheitsdienstleisters VdS.

Je höher der Widerstandsgrad des Tresors ist, umso höher lässt sich der Inhalt versichern. Beispielsweise sind beim Widerstandsgrad N nach VdS-Zertifizierung Gegenstände bis zu einem Wert von 40 000 Euro versichert, beim Widerstandsgrad 2 bis zu 100 000 Euro. In jedem Fall sollte man sich bei seiner Hausratversicherung erkundigen, welcher Tresor infrage kommt. Denn bei den genannten Versicherungssummen handelt es sich nur um Richtwerte. Es kommt vor, dass eine Versicherung einen Tresor akzeptiert und eine andere nicht.

Ein Tresor ist auch kein hundertprozentiger Schutz vor Diebstahl. Dennoch gibt es Modelle, die weniger leicht zu knacken oder gar mitzunehmen sind als andere. Stiftung Warentest hat zehn kleine Heim- und Möbeltresore im Wert von 70 bis 400 Euro geprüft. Sie werden als Sicherheitsschrank bezeichnet. Zwei Gruppen kamen auf den Prüfstand: Tresore mit und ohne Sicherheitsstufe. Sechs Tresore trugen das Label S 2 nach der europäischen Norm DIN EN 14450. Im Test schnitten immerhin vier „gut“ ab, einer „befriedigend“. Stahlblechtresore ohne das Sicherheitslabel waren hingegen alle „mangelhaft“.

Entscheidend für die Qualität der Safes ist die Konstruktion. Die aufbruchsicheren Tresore wogen 27 bis 56 Kilogramm, die leicht zu knackenden brachten gerade mal neun Kilo auf die Waage. Wer den Tresor nur in den Schrank stellt, macht es Dieben leicht. Sie nehmen das Behältnis mit und öffnen es an einem sicheren Ort. Ein fest an zwei Seiten im Boden oder an der Rückwand verankerter Tresor erschwert hingegen den Abbau. Allerdings sind laut Testbericht die Montageanleitungen der Anbieter häufig ungenügend. Bei zertifizierten Modellen muss zwingend das mitgelieferte Material verwendet werden. Auch die Vorgaben zum Befestigungsgrund sind zu beachten. Als stabil gelten Ziegel- und Betonwände. Am besten ist es, den Tresor von einem Fachmann montieren zu lassen.

Den kompletten Bericht finden Sie auf test.de (kostenpflichtig).

Besonders wichtige und teure Wertgegenstände sind am sichersten in einem Bankschließfach aufgehoben. Allerdings ist es nicht immer ganz leicht, eins zu bekommen, weil ein Großteil der Banken Schließfächer ausschließlich an eigene Kunden vermietet. Laut der Zeitschrift „Finanztest“ liegen die Preise für ein Fach zwischen 40 und 200 Euro.

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