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Home Sonderthemen Haus&Garten Dunkelheit macht Diebe munter
15:26 08.11.2019
Balkon- und Terrassentüren sowie Fenster sind die Schwachpunkte, über die Einbrecher vorwiegend in Einfamilienhäuser eindringen. Foto: djd/BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.

Weit mehr als die Hälfte der Einbrüche in Deutschland finden bei Dunkelheit statt. Im Herbst und Winter, der dunklen Jahreszeit, stellt die Polizei in manchen Regionen gar eine Verdoppelung der Delikte fest. Die früh einsetzende Dämmerung bietet den Tätern beste „Arbeitsbedingungen“.

Die Einbrecher verursachten 2018 einen Schaden von 310 Millionen Euro allein an Diebesgut und Beute, von den psychischen Folgen für die Bewohner ganz zu schweigen. In jedem Haushalt befinden sich Wertsachen, die sich schnell zu Geld machen lassen: Smartphones, Tablets, Fernseher, Computer oder Schmuck.

Der zunehmende Einsatz von Einbruchschutz zeigt allerdings Wirkung und die Zahl der Einbrüche sank hierzulande im vergangenen Jahr seit Langem wieder unter die Marke von 100000 Fällen. Fast die Hälfte der Delikte blieben im Versuchsstadium stecken. Einen Grund zur Entwarnung gibt es laut Polizei jedoch noch lange nicht, denn noch immer geschieht alle fünfeinhalb Minuten ein Einbruchsversuch.
   

Konsequent handeln: Basisschutz reicht nicht aus

Ein Basisschutz, also mechanische Sicherungstechnik, kann den Einstieg in ein Haus über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- oder Fenstertüren erschweren oder verhindern. Aber der Einbruch wird nicht gemeldet, die Täter können unerkannt entkommen. „Der zusätzliche Einbau einer Alarmanlage sorgt sowohl bei An- als auch bei Abwesenheit der Bewohner für ein hohes Maß an Sicherheit“, erklärt Dr. Urban Brauer, Geschäftsführer des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.

Bei Alarmweiterleitung an eine rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle werden sofort anhand eines Alarmplans situationsbezogene Maßnahmen durchgeführt. In Sachen Sicherheit für das eigene Zuhause sollte man im Übrigen konsequent und nicht halbherzig handeln: „Damit eine Alarmanlage im Ernstfall fehlerfrei funktioniert, ist eine sachkundige Beratung, Planung und Montage durch eine Fachfirma unabdingbar“, so Brauer. Billigangebote zum Selbsteinbau würden für keine echte Sicherheit sorgen.

Angebote von Fachfirmen nutzen und staatliche Förderung sichern

Qualifizierte Experten findet man etwa über eine PLZ-Suche auf dem neutralen Informationsportal www.sicheres-zuhause info. Die Fachfirmen erstellen ein unverbindliches Angebot, das die Gegebenheiten des Objektes berücksichtigt. Die Plattform klärt über Schwachstellen von Häusern und Wohnungen auf, zeigt effektive Lösungen und hat Ratschläge zum Verhalten im Schadensfall. Dazu gibt es Fakten zur staatlichen Förderung: Die KfW unterstützt den Einbau von Alarmanlagen sowie einbruchhemmenden Türen und Fenstern schon ab Kosten von 500 Euro. (djd)  


Rundum sicher im Smarthome: VdS-zertifizierte Anlagen bieten zuverlässigen Schutz für die ganze Familie. Foto: djd/Telenot Alarmsysteme
Rundum sicher im Smarthome: VdS-zertifizierte Anlagen bieten zuverlässigen Schutz für die ganze Familie. Foto: djd/Telenot Alarmsysteme

Smarthome-Technik hält in immer mehr Wohnungen und Häusern Einzug. Licht, Heizung, Rollläden, Markisen und viele weitere Komfortfunktionen lassen sich so automatisieren oder einfacher bedienen. Viele Hersteller werben damit, dass ihre Smarthome-Systeme auch die Haussicherung mit übernehmen können. Doch leider genügen diese Systeme selten den hohen Anforderungen, die an Sicherheitssysteme zum Schutz vor Einbruch, Feuer oder technischen Defekten geknüpft sind.

Oft erfüllen die Komponenten nicht die Richtlinien der VdS oder der EN-Euronormen für Alarmanlagen. Zu wünschen übrig lässt zum Beispiel die Sabotageüberwachung gegen mechanische oder elektronische Fremdbeeinflussung der Komponenten, die Leitungs- und Funkstreckenüberwachung oder die stille Alarmierung an Dritte via IP oder GSM-Funkersatzweg. Bereits ein einfacher Stromausfall oder eine Störung des Internet-Routers kann diesen Weg unterbrechen.

Der Sicherheitsaspekt hat oberste Priorität

Ein Grund hierfür: Smarthome-Systeme sind auf Komfort und Energieanwendungen optimiert, bei der Entwicklung von zertifizierten Alarmanlagen steht dagegen der Sicherheitsaspekt an oberster Stelle. Wer also Komfort und Sicherheit verbinden möchte, hat zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist, zwei getrennte Systeme einbauen zu lassen. Ein Smarthome-System kümmert sich um Komfortanwendungen und die Optimierung des Energieverbrauchs im Haus. Das Alarmsystem sichert Risiken ab und warnt die Hausbewohner im Ernstfall zuverlässig und rechtzeitig.

Die zweite Möglichkeit ist die Installation einer zertifizierten Alarmanlage wie der compact easy von Telenot, welche zusätzlich Smarthome-Funktionen übernehmen kann. Sie bietet hohe und zuverlässige Sicherheit, auch für die Smarthome-Funktionen. So schalten sich etwa beim Verlassen des Hauses automatisch die Außensteckdosen ab. Auch die Steuerung der Rollläden oder der Türverriegelungen kann mit Sicherheitsfunktionen verbunden werden. So entriegeln etwa bei einem Feueralarm die Türen und die Rollläden fahren hoch, um Fluchtwege zu öffnen.

Planung und Installation nur durch ausgewiesenen Fachbetrieb

Die Planung und Installation von Alarmsystemen gehört auf jeden Fall in die Hände eines ausgewiesenen Fachbetriebs. Unter www. telenot.de gibt es weitere Infos und Adressen zertifizierter Fachbetriebe. Orientierung gibt auch das VdS-Prüfsiegel des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). (djd)
   

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