Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
18°/11°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine

Home Sonderthemen Haus&Garten Düngen ohne das Wachstum anzuregen
00:14 15.09.2020
Gerade im Herbst sollten Gartenbesitzer auf Spezialprodukte zurückgreifen, deren Nährstoffzusammensetzung genau auf den Bedarf der Graspflanzen in dieser Zeit abgestimmt ist. Foto: Hauert

Auch wenn der Sommer 2020 nicht die langanhaltenden Hitzeperioden der vergangenen Jahre brachte, waren viele Pflanzen in der Natur und in den Gärten enormem Stress ausgesetzt. In einigen Regionen Deutschlands gab es wieder extrem wenig Niederschlag und wenn es doch einmal regnete, kam es häufig gleich zu unwetterartigen Wolkenbrüchen. Vor allem zahlreiche Rasenflächen sehen daher ziemlich mitgenommen aus. Damit die Graspflanzen sich wieder erholen und anschließend gut durch den Winter kommen, sollte man ihnen jetzt eine kleine Stärkung gönnen. Vor allem die Versorgung mit den richtigen Nährstoffen ist dabei entscheidend.

PG Gruppe

„Für den Rasen gehört die herbstliche Düngergabe zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen des Jahres“, sagt Gartenbauingenieur Ludwig Eberspächer. „Zu beachten ist dabei, dass man ein Präparat verwendet, das nicht zu viel Stickstoff enthält. Denn dieser regt das Wachstum der Halme stark an. Sie würden in den folgenden Monaten in die Höhe schießen, weich und dadurch anfällig werden für Frostschäden und die typischen Winterkrankheiten. Deshalb lässt man die Düngemittel, mit denen man seinen Rasen üblicherweise im Frühjahr und Sommer versorgt, besser bis zum nächsten Jahr im Keller.“ Stattdessen sollte man am Ende der Vegetationsperiode lieber auf Spezialprodukte zurückgreifen, deren Nährstoffzusammensetzung genau auf den Bedarf der Graspflanzen in dieser Zeit abgestimmt ist. Vor allem Kalium und Phosphat werden jetzt benötigt. Denn Kalium erhöht laut Expertenmeinung die Salzkonzentration im Zellsaft und senkt damit dessen Gefrierpunkt. Es wirke wie ein natürliches Frostschutzmittel und sorge für eine maximale Winterhärte. Zudem festige es das Pflanzengewebe, sodass die Halme stabiler sind und sich leichter mähen lassen. Phosphat dagegen fördere das Wurzelwachstum und gewährleiste so, dass die Gräser auch in den kalten Monaten gut versorgt sind und ein schönes Grün zeigen.

„Von September bis Anfang November kann der Herbstrasendünger ausgebracht werden“, führt Eberspächer weiter aus. „Besonders gleichmäßig verteilen lässt sich das Granulat mit einem Streuwagen auf dem trockenen Rasen. Etwa 30 Gramm pro Quadratmeter reichen aus. Nach der Düngergabe sollte die Fläche immer gut gewässert werde, es sei denn, für den gleichen Tag sind sowieso noch Regenschauer angesagt. „So versorgt werden die Gräser winterfit und können im nächsten Frühjahr wieder richtig durchstarten“, ist der Experte überzeugt.
  

2
/
2
Datenschutz