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Home Sonderthemen Haus&Garten Die neue Großzügigkeit im Bad
08:19 07.10.2019
Der Einstieg ins barrierefreie Bad: Ganzglasduschen sind eine vielseitige, funktionale und hygienische Lösung. Foto: djd/Uniglas/Ceyssens

Das Badezimmer mausert sich zusehends zum Nebenwohnraum. Die Nasszelle von einst ist heute eine private Wellnessoase, in der man in aller Ruhe entspannen möchte. Entsprechend wohnlich und behaglich soll auch die Einrichtung wirken. Glas, das sich im Bad vielseitig von der Dusche bis zum Waschtisch einsetzen lässt, bringt Großzügigkeit und eine freundliche Atmosphäre in den Raum. Gleichzeitig weist das Material aber auch ganz praktische Vorteile auf: Es ist pflegeleicht, einfach zu reinigen und dazu noch besonders hygienisch.  

Barrierefrei und großzügig planen

Wer neu baut, legt heute häufig Wert auf ein möglichst großes und helles Badezimmer. Gleichzeitig ist es sinnvoll, von vornherein auf eine barrierefreie Einrichtung zum Beispiel mit einer bodenebenen Dusche zu setzen. Das erhöht den Komfort und die persönliche Sicherheit in jedem Lebensalter.
   

Eine Ganzglasdusche etwa lässt jeden Raum gleich größer und freundlicher wirken. Aber auch für ältere Bäder gibt es heute viele Möglichkeiten, alte Duschen und Badewannen durch großzügige Duschbereiche ohne störende Stufe zu ersetzen. Ganzglaskonstruktionen machen aber nicht nur optisch viel her, sie sind auch unter hygienischen Aspekten eine gute Wahl. Anders als bei textilen Duschvorhängen oder Fertigduschkabinen kann die stete Feuchtigkeit hier nicht zu Stockflecken oder schimmelnden Ecken führen. Einfach zu reinigende Oberflächen wie „Uniglas Clean“ sorgen dafür, dass Wassertropfen leicht abgleiten und somit weniger Kalkspuren hinterlassen. Das Glas behält auf Dauer seine Brillanz, ist kratzfest und lässt sich einfach und hygienisch reinigen.

Glas setzt vielfältige Akzente im Bad

Abhängig von den räumlichen Möglichkeiten können Ganzglasduschen in verschiedenen Designs in den Raum integriert werden: Als Eckvariante, von einer oder zwei Seiten begehbar oder auch aus gebogenem Glas. Örtliche Fachbetriebe aus dem Glaserhandwerk können zu den verschiedenen Möglichkeiten beraten. Viele Anregungen für die Badgestaltung gibt es vorab auch unter www.glass-at-home.de. Denn Spezialglas lässt sich gerade im Bad auf vielseitige Weise nutzen – nicht nur für die Dusche, sondern auch für Raumtrenner, Wandverkleidungen oder in lackierter Form für einen Waschtisch mit individuellem Look. (djd)   


Malin Babatz wohnt seit fast zehn Jahren in ihrer eigenen barrierefreien Wohnung. Foto: Melanie Stallmann
Malin Babatz wohnt seit fast zehn Jahren in ihrer eigenen barrierefreien Wohnung. Foto: Melanie Stallmann

Peine. Ob breitere Wohnungs- und Zimmertüren, niedrigere Lichtschalter, bodenebene Duschen oder auch unterfahrbare Waschbecken oder Küchenzeilen sowie absenkbare Arbeitsplatten: Die Auswahl an Möglichkeiten, die Menschen mit Einschränkungen oder dem Rollstuhl das Leben erleichtern, ist riesig.

„Doch es fehlt an entsprechend barrierefreiem Wohnraum in und um Peine“, weiß Brigitta Schubert, Leitung vom Ambulant Betreuten Wohnen in Peine und der Begleiteten Elternschaft bei der Lebenshilfe. Und sie weiß ganz genau, wovon sie spricht, denn die Lebenshilfe hat selbst ein Haus mit zehn Wohneinheiten an der Schillerstraße in der Fuhsestadt, betreut insgesamt 80 Menschen im Ambulant Betreuten Wohnen und sechs Familien, die in eigenen Wohnungen leben.

„Der Bedarf wird auch angesichts der demografischen Entwicklungen immer größer, denn auch Menschen, die im Alter oder aufgrund von Krankheiten oder Unfällen auf den Rollstuhl angewiesen sind, können oft nicht mehr in den eigenen Wänden leben und benötigen dann barrierefreie Wohnungen, um ihren Alltag zu meistern“, betont Schubert. Die 35jährige Malin Babatz, die seit knapp zehn Jahren an der Schillerstraße wohnt, sitzt bereits seit ihrer Kindheit im Rollstuhl und lebte bis zu ihrem Auszug im elterlichen Haushalt. „Es war ein wahnsinnig tolles Gefühl, irgendwann ausziehen und ein selbstständiges Leben führen zu können“, sagt sie. „Nicht mehr ständig unter Beobachtung zu sein und einfach mal kommen und gehen zu können, wann man will.“ Denn gerade die Selbstständigkeit bleibe bei vielen Menschen mit Einschränkungen auf der Strecke, da es an entsprechendem und vor allem bezahlbaren Wohnraum fehlt. „Dabei haben Menschen laut Artikel 19 der Behindertenrechtskonvention das Recht darauf, selbstständig zu wohnen“, betont Schubert.

Umso wichtiger sei es daher, immer wieder auf die Problematik aufmerksam zu machen und die Menschen wachzurütteln – auch und vor allem Immobilienbesitzer, die ihre Wohnungen und Häuser sanieren und vermieten möchten. „Es gibt eine Fülle an Fördermöglichkeiten, die entsprechende Umbauten erleichtern“, betont Schubert.

Der Pflege- und Seniorenstützpunkt des Landkreises Peine habe zum Beispiel speziell ausgebildete Wohnraumberater, die Interessenten umfassend über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, wie sich barrierefreier Wohnraum realisieren lässt. sta
   

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