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Home Sonderthemen Haus&Garten Die Auswahl an Solarthermieanlagen ist groß – wann lohnt eine Investition?
09:33 13.11.2020
Es gibt verschiedene Bauweisen für Solarthermieanlagen wie beispielsweise die schwarzen Kollektoren auf dem Dach. Foto: Simon Kraus/Fotolia
WindStrom Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG

Mit der Sonnenenergie heizen – das entspricht dem Zeitgeist, denn Solarthermie ist eine umwelt- und klimafreundliche Möglichkeit zum Heizen und für die Bereitung von Warmwasser. „Schon mehr als zwei Millionen Haushalte setzen in Deutschland auf Solarheizungen zur Erzeugung von Raumwärme und warmem Wasser“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Er erwartet, dass es dank neuer staatlicher Förderregelungen noch mehr werden. Aber welche Solaranlage ist die richtige? Denn es gibt verschiedene Bauarten. Ein Überblick:

- Allen gemeinsam ist, dass sie Zusatzheizungen sind. Bisher können Solarthermieanlagen in der Regel nicht den gesamten Wärmebedarf eines Wohnhauses abdecken und müssen deshalb mit anderen Heizungsanlagen kombiniert werden. Man spricht dann von einer Hybridheizung.

- Flachkollektoren sind die am häufigsten eingesetzte Kollektorenart. „Sie bestehen aus rechteckigen, wärmegedämmten Elementen aus Aluminium oder Edelstahl, die flach auf dem Dach befestigt werden“, sagt Marcus Weber von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. „Der Absorber, das ist ein wärmeleitendes und dunkel beschichtetes Metallblech im Inneren, wandelt Sonnenlicht in Wärme um.“

Flachkollektoren erreichen Wirkungsgrade von etwa 60 bis 85 Prozent. Ihr Nachteil: der relativ hohe Platzbedarf. Für kleinere Dachflächen sind sie daher nicht geeignet. Die Kosten belaufen sich laut co2online auf rund 220 bis 550 Euro pro Quadratmeter.

- Röhrenkollektoren sind auch klassische Energiewandler, die gern verwendet werden, auch wenn sie laut Martin Brandis vom Team Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands nicht so weit verbreitet sind wie die Flachkollektoren. Sie haben eine andere Konstruktion als Flachkollektoren – und das ist der Vorteil dieser Kollektorenart: Bei ihr wird die Wärme nämlich in Vakuumröhren aufgenommen, die einen höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren erreichen. „Für Häuser mit kleiner Dachfläche kann das eine gute Lösung sein“, urteilt Brandis. „Allerdings sind Röhrenkollektoren teurer als Flachkollektoren“, so der Experte. Die Kosten belaufen sich auf etwa 350 bis 850 Euro pro Quadratmeter.

- Hybridkollektoren sind geeignet, wenn man Warmwasserbereitung und Stromerzeugung gleichermaßen betreiben will. Sie sind eine Kombination aus Solarkollektor und Fotovoltaikmodul. „Die Kombination von Solarthermie und Fotovoltaik in einem Kollektor ist eine interessante Variante, weil sich beide Techniken gegenseitig beeinflussen“, erklärt Weber.

Allerdings kann es aufgrund der Bauweise sein, dass die Fotovoltaikerträge an heißen Sommertagen sinken. Pro Kollektor muss man ab etwa 700 Euro Kosten rechnen. dpa

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