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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Diabetes mellitus bei Tieren
00:00 24.11.2018
© Aleksandrrr/123RF
Tierarztpraxis Abbensen GmbH
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Mein Hund hat Zucker“ – manch einer reibt sich bei dieser Aussage die Augen. Doch die Stoffwechselkrankheit ist bei Tieren keine Seltenheit. Besonders Hunde und Katzen sind betroffen, doch auch Pferde, Rinder und Nagetiere können an der Stoffwechselkrankheit leiden. Bei Hunden wird Diabetes häufig bei kleinen Rassen wie Pudel oder Dackel beobachtet. Dabei erkranken Hündinnen viermal häufiger als Rüden, meist in der zweiten Lebenshälfte.

FEHLENDES INSULIN

Grund für die Erkrankung ist das fehlende oder nur unzureichend gebildete Hormon Insulin der Bauchspeicheldrüse. Wird es in ausreichender Menge produziert, reguliert es den Zuckerspiegel im Blut. Mit der Nahrung aufgenommener Traubenzucker (Glukose) gelangt mithilfe von Insulin in die Zellen. Fehlt es, verbleibt zu viel Glukose im Blut. Den Zellen fehlt dann die notwendige Energie. Bei Hunden ist die Ursache meistens in einer genetischen Veranlagung zu finden, die dazu führt, dass die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse mit zunehmendem Alter zerstört werden. Bei Katzen sind häufig Übergewicht und Medikamente verantwortlich für die Entstehung der Zuckerkrankheit.

MEDIKAMENTE, DIÄT UND BEWEGUNG

Schon bei den ersten Anzeichen sollte der Arzt aufgesucht werden. Denn die ständige Stoffwechselentgleisung kann auf Dauer die Organe schädigen. Der Tierarzt kann durch Blut- und Urinuntersuchungen leicht feststellen, ob es sich um einen Diabetes handelt oder nicht. Die Therapie besteht bei Hunden häufig aus einer lebenslangen täglichen Gabe von Insulin in Kombination mit einer rohfaserreichen Kost. Die Kontrolle des Zuckergehaltes im Blut und die Insulinspritzen kann der Tierhalter nach einer gründlichen Schulung gut selbst vornehmen. Nicht vergessen werden sollten eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Tieren und die tägliche Bewegung. Denn das trägt wesentlich zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels bei. Bei guter Einstellung steht einem unbeschwerten Leben des Tieres nichts im Wege.

- übermäßig starker Durst
- häufiges Wasserlassen
- Heißhungerattacken
- trotz Appetit Gewichtsverlust
- bei diabetischem Schock: Erbrechen, Benommenheit

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