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Home Sonderthemen Rund ums Auto Auf die Qualität kommt es an
01:05 22.02.2021
Fachmännische Reparaturen sind wichtig: Geselle Edin Susic mit Salzgitters KfZ-Obermeister Gerhard Kunze. Foto: rk
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Salzgitter. Die Qualität der Reparatur nach einem Unfall hat Folgen für die aktive und passive Sicherheit von Autos. Darauf weist Gerhard Kunze hin, Obermeister der KfZ-Innung Salzgitters. Mangelhafte Billigreparaturen bergen deutlich erhöhte Risiken. Das zeigte sich schon bei Crash-Tests im Jahr 2007. Die Dekra als Organisator fordere schon damals „eine effektive Kontrolle der Sicherheitsstandards nach der Instandsetzung von Unfallfahrzeugen.

In zahlreichen Crashversuchen und Untersuchungen hatten die Experten des Dekra Technology Centers nachgewiesen, dass mangelhafte Billigreparaturen bei einem Folgeunfall deutlich erhöhte Sicherheitsrisiken bergen. „Eine fachgerechte Unfallreparatur muss vor allem das fein abgestimmte Zusammenspiel der im Fahrzeug verbauten Elektronik mit dem Crashverhalten des Fahrzeuges sicherstellen“, so Obermeister Gerhard Kunze. Das Deutsche Kfz-Gewerbe und die Dekra fordern deshalb seit langem die Einhaltung höchster Reparaturstandards sowohl bei der Arbeit als auch bei den verwendeten Teilen. Laut Gerhard Kunze sind schwere Schäden an der Struktur des Fahrzeugs und an sicherheitsrelevanten Komponenten fachgerecht und mit qualitativ hochwertigen Ersatzteilen instand zu setzen. Am besten eigneten sich dafür die anerkannten Fachwerkstätten der Innungsmitglieder. Der Obermeiiter warnt davor, sich selbst zu helfen oder Bekannte damit zu beauftragen. Diese unsachgemäßen Reparaturen könnten eines Tages für ahnungslose Käufer in einem riskanten Gebrauchtwagen-Fehlkauf münden.

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Als Nachweis einer fachgerecht durchgeführten Reparatur könne die Rechnung eines Meisterbetriebes der Kfz-Innung gelten. Fehle ein dieser, sei die Kontrolle der fachgerechten Instandsetzung sowie der Verkehrssicherheit des Fahrzeuges durch einen anerkannten Sachverständigen erforderlich. In vielen europäischen Ländern wie in den Benelux-Staaten, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Spanien sind solche Nachweise bereits Pflicht.

Der zunehmende Materialmix sowie die steigende Komplexität der Karosserien bei modernen Autos erfordere von den Werkstätten ein umfangreiches Wissen bezüglich der zu verwendenden Fügetechniken, so Gerhard Kunze. Dazu zählt er das Nieten, Punktschweißen, Bolzenschweißen, Löten, Schrauben oder Clinchen. Diese gängigen Verfahren der Fahrzeugherstellung seien auch bei den Reparaturen zu finden.
  

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